700 Mio. Euro Erbschaft- und Schenkungsteuer für Land Baden-Württemberg

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Vermögen im Wert von 4,2 Milliarden Euro bildeten 2011 die Grundlage zur Ermittlung der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Nach Berücksichtigung von persönlichen und sachlichen Steuerbefreiungen, Steuerbegünstigungen und Freibeträgen erbrachten unbeschränkt steuerpflichtige Erbschaften und Schenkungen dem Land Baden-Württemberg Steueransprüche in Höhe von 699 Millionen Euro. Gegenüber dem Jahr 2010 entspricht dies einem Rückgang von 6 Millionen Euro oder etwa 0,9 Prozent. Die Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer stehen als Landessteuer allein dem Land zu, in dem der Erblasser bzw. der Schenker zum Zeitpunkt der Übertragung wohnte. Auch Bayern nahm im vergangene Jahr weniger Erbschaft- und Schenkunsteuer als zuvor, nämlich 820 Millionen Euro.

Die Anzahl der steuerpflichtigen Vorgänge lag im Jahr 2010 mit 25 894 Fällen um 2 418 über der Zahl des Jahres 2010. 21 267 Fälle bezogen sich auf Erwerbe von Todes wegen. Mit 4 416 Schenkungen wurde unter Lebenden seltener Vermögen auf Begünstigte übertragen.

Mit rund 1,4 Milliarden Euro entfällt etwa ein Drittel der steuerpflichtigen Erwerbe auf Schenkungen, wohingegen diese im steuerlichen Ergebnis einen Anteil von nur 15 Prozent oder 104 Millionen Euro haben. Erwerbe von Todes wegen führten zu Steuerfestsetzungen in Höhe von 594 Millionen Euro.

Bei den Ergebnissen der „Erbschafts- und Schenkungssteuerstatistik“ ist zu beachten, dass aufgrund der hohen Freibeträge nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Erbschafts- und Schenkungsfälle zur Steuer herangezogen wurde. Die Statistik weist außerdem nicht ausschließlich diejenigen Erbschaften und Schenkungen nach, die sich im jeweiligen Jahr ereignet haben, sondern die Fälle, die im betreffenden Jahr von den Finanzbeamten bearbeitet wurden. Bei der aktuellen Statistik entstand die Steuerschuld bei rund 90 Prozent der registrierten Fälle in einem Zeitraum vor 2011.

Quelle: Statistisches Landesamt

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