Adhäsionsantrag eines Erben im Strafprozess nur mit Erbschein

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Adhäsionsantrag eines Erben im Strafprozess nur mit Erbschein. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Adhäsionsantrag eines Erben im Strafprozess

Ein Adhäsionsantrag wird in einem Strafverfahren vor dem Strafrichter gestellt. Mit einem Adhäsionsantrag kann der Geschädigte seine Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche im Strafprozess geltend machen. Er muss also keine Zivilklage erheben. Das spart Zeit, Kosten und Nerven.

Nach der Reform des Adhäsionsrechts, speziell § 406 StPO, darf ein Adhäsionsantrag nur noch in engen Grenzen abgelehnt werden. Über einen Schmerzensgeldanspruch muss das Gericht praktisch immer entscheiden.

Will ein Erbe des durch eine Straftat Getöteten einen Adhäsionsantrag stellen, muss er einen Erbschein beibringen. Andernfalls ist der Adhäsionsantrag unzulässig.

Für Experten: BGH v. 5.11.2009 (Az.: 3 StR 428/09)

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