Aktien – Hoch und runter auch bei der Steuer

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[ 24.12.2014 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Erbrechtlich zählen Aktien zum Aktivbestand des Nachlasses. Für die Bewertung des Nachlasses sind sie mit dem mittleren Tageskurs der Börse am Todestag anzusetzen. Sofern kein DAX-Wert vorliegt, kommt es auf den Börsensitz an, der dem letzten Wohnsitz des Erblassers am nächsten gelegen ist. Aktien können  vor allem im Erbschaftsteuerrecht ein Problem darstellen (siehe Erbschaftssteuer-Sparbuch). 

Allgemeines zur Aktie: Bei Aktiengesellschaften wird das Grundkapital in verschiedene Anteile aufgeteilt, und die Anteile werden in Urkunden verbrieft. Diese Anteile heißen Aktien und stellen Wertpapiere dar, durch deren Erwerb der Aktionär einen entsprechenden Anteil am Gesellschaftsvermögen erhält. Aktien müssen über einen Nennbetrag, der mindestens 1 Euro betragen musss, lauten. Sie können auf einen bestimmten Namen (Namensaktien) oder auf den jeweiligen Inhaber (Inhaberaktien) ausgestellt sein. Bei den im Umlauf befindlichen Aktien handelt es sich heute ganz überwiegend um Inhaberaktien. Wenn dem Aktionär gewisse Sonderrechte eingeräumt sind (etwa erhöhte Dividende), handelt es sich um sog. Vorzugsaktien; ohne solche Vorrechte spricht man von Stammaktien.

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