Anrechnung auf den Pflichtteil: Gut gedacht und falsch gemacht?

  1. Startseite
  2. A
  3. Anrechnung auf den Pflichtteil: Gut gedacht und falsch gemacht?

Druckansicht öffnen 

[ 02.03.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Ein Pflichtteilsberechtigter muss sich auf seinen Pflichtteil anrechnen lassen, was ihm der Erblasser zu Lebzeiten mit dieser Bestimmung übergeben hat.

Die Anrechnungsbestimmung muss vor oder bei der Übergabe vom Erblasser erklärt worden sein, damit sie wirksam ist.

Beispiel: Der verwitwete Vater schenkt dem Sohn 10.000 Euro mit Anrechnungsbestimmung. Er enterbt den Sohn und setzt die Tochter zur Alleinerbin ein. Der Nachlasswert beträgt 90.000 Euro.

Pflichtteil des Sohnes : 90.000 + 10.000 = 100.000 hiervon Pflichtteil 1/4 = 25.000 abzüglich Vorempfang von 10.000 Euro = 15.000 Euro.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Favor testamenti: Im Zweifel für das Testament

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Der favor testamenti ist die schon im römischen Recht geltende Auslegungsregel in § 2084 BGB, dass, wenn der Inhalt einer letztwilligen Verfügung verschiedene Auslegungen zulässt, im zweifel diejenige vorzuziehen ist, bei welcher die Verfügung Erfolgt haben kann. § 2084 BGB Auslegung zugunsten der Wirksamkeit    Lässt der Inhalt einer letztwilligen…

Katastrophenklausel: Bringt das „gleichzeitige Versterben“ Steuervorteile?

Katastrophenklausel: Bringt das „gleichzeitige Versterben“ Steuervorteile? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Katastrophenklausel: Bringt das „gleichzeitige Versterben“ Steuervorteile? Das kommt darauf an. Ist in einem Ehegatten-Testament vom „gleichzeitigen Tod“ oder „gleichzeitigen Versterben“ die Rede ist damit sicherlich der Fall erfasst, dass die Eheleute wirklich (ausnahmsweise) gleichzeitig sterben (also in derselben Sekunde) oder, dass nicht festgestellt werden…

Ausschlagung der Erbschaft wegen Sozialhilfe sittenwidrig

Ausschlagung der Erbschaft wegen Sozialhilfe sittenwidrig. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Ausschlagung der Erbschaft wegen Sozialhilfe sittenwidrig Die Ausschlagung einer werthaltigen Erbschaft, die dazu führt, dass ein ansonsten ausgeschlossener Sozialleistungsanspruch fortbesteht, sollte nach einem inzwischen durch eine BGH-Entscheidung überholten Beschluss des OLG Hamm gegen die guten Sitten verstoßen (OLG Hamm, Beschluss vom 16.07.2009, Az: 15…

Menü