Aufbewahrung: Wohin mit dem Testament?

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[ 23.12.2013 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wer sicher gehen will, dass sein Testament nach seinem Ableben auch wirklich eröffnet wird, kann sein Testament in die amtliche Verwahrung beim Verwahrungsgericht geben (Beachte: Verwahrungsgericht, nicht Nachlassgericht!).

Hierdurch ist sichergestellt, dass die Verfügung beim Tode des Erblassers eröffnet wird. Bei der Errichtung einer letztwilligen Verfügung vor einem Notar gelangt diese automatisch in die amtliche Verwahrung. Wer die Kosten eines Notars sparen will, aber gleichzeitig sichergestellt haben will, dass das Testament trotzdem eröffnet wird, kann dies dadurch erreichen, dass er sein Testament beim Verwahrungsgericht. Das Testament kann dort z. B. in einem geschlossenen Umschlag abgegeben werden. Hierbei fällt eine nur vergleichsweise geringe Verwahrungsgebühr an.

Die Verwahrung zu Hause ist wesentlich unsicherer. Wer die Wahrscheinlichkeit des Auffindens des Testaments erhöhen will, kann Mehrfertigung des Testamentes fertigen und der Person geben, die durch das Testament begünstigt ist („Doppelt hält besser“). Hier ist zu erwarten, dass diese das Testament beim Nachlassgericht vorlegt, da sie einen Vorteil davon hat.

Ein Testament gehört nicht in ein Bankschließfach, zu dem nur der Erblasser Zugang hat. Wenn aber der Ehegatte oder die Kinder Vollmacht für das Schließfach haben, ist das auch kein Problem.

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