Auflassung: Wenn man sich beim Grundstückswechsel einig ist

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[ 02.03.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wenn man ein Grundstück kauft, kommt es zu einer Auflassung (dingliche Einigung).

Ein seltsames Wort, das aus der deutschen Rechtsgeschichte kommt. Wenn früher jemand sein Haus verkaufte, dann lies man die Türen auf, damit alle sehen konnten, dass der alte und neue Eigentümer sich über den Eigentumsübergang auf den neuen Eigentümer einig waren. Die Einigung des alten Eigentümers und des Erbwerbers bei der Übertragung eines Grundstücks wird heute noch Auflassung genannt. Die Auflassung muss notariell beurkundet werden, um wirksam zu sein. Die Auflassung alleine genügt allerdings nicht zum Eigentumsübergang. Vielmehr erfolgt die Eigentumsübertragung erst durch Eintragung im Grundbuch. Die Auflassung ist im deutschen Recht vom zugrunde liegenden Kausalgeschäft, z. B. Kauf- oder Schenkungsvertrag, streng zu unterscheiden.

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