Ausgleichung bei Erbteilung kann auch mit Einschusspflicht vereinbart werden

  1. Startseite
  2. A
  3. Ausgleichung bei Erbteilung kann auch mit Einschusspflicht vereinbart werden

Druckansicht öffnen 

[ 03.11.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Probleme bereitet in Erbengemeinschaften immer wieder die Vorempfänge, die ein Kind erhalten hat und andere nicht. So kann der Vater dem einen Kind z.B. einen Bauplatz zur Hochzeit schenken und anordnen, dass diese Schenkung später bei der Erbteilung unter den Kindern auszugleichen ist.

Stellt sich bei der Berechnung allerdings heraus, dass ein Miterbe zu Lebzeiten des Erblassers schon mehr erhalten hat als ihm bei der Erbauseinandersetzung zustehen würde, so ist der betreffende Miterbe zur Rückzahlung nicht verpflichtet.

Beispiel: Von drei Kindern hat eines einen Bauplatz mit 100.000 erhalten. Der Nachlass beträgt 50.000. Dann hätte eigentlich jedes der drei Kinder 50.000 erhalten müssen, das eine Kind hat aber 100.000. Dann muss dieses Kind keine 50.000 an die beiden anderen Geschwister zurückzahlen. Den beiden bleiben nur die 50.000, die sie sich teilen müssen. Das eine Kind hat also 100.000 und die beiden anderen nur jeweils 25.000.

Hier stellt sich natürlich die Frage, ob auch eine Pflicht zur Rückgabe des Mehrempfangs denkbar ist.

Das ist der Fall. Das Gesetz in § 2056 BGB nicht zwingend. Es kann also vertraglich auch eine Einschusspflicht in den Nachlass vereinbart werden.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Heute, 17 Uhr: Gerhard Ruby im SWR bei Kaffee oder Tee mit Evelin König

Druckansicht öffnen  [ 25.01.2016 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Montag, 25.01.2016 17.20 Uhr Tagesthema: Erbrecht Mit Gerhard Ruby, Deutsches Forum für Erbrecht e.V. Die Gründe, die für das Verfassen eines Testamentes sprechen, mögen vielfältig sein – die Folgen, wenn man keines schreibt, sind es ganz sicher auch. Wer ein Vermögen besitzt, muss wissen, dass…

Ausbildungsdarlehen: Damit der Bub was lernt

Druckansicht öffnen  [ 12.07.2010 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Hat der Erblasser / Schenker ein Ausbildungsdarlehen gewährt, und verzichtet er zu Lebzeiten oder im Testament auf die Rückzahlung des Schuldbetrages, ist diese Zuwendung steuerfrei (§ 13 Abs. 1 Nr. 5 ErbStG). Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall…

Hat der Erbschaftskäufer die Nachlassschulden zu bezahlen?

Hat der Erbschaftskäufer die Nachlassschulden zu bezahlen? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Erbschaftskauf: Hat der Käufer oder der Verkäufer die Nachlassschulden zu bezahlen? Der Käufer ist dem Verkäufer gegenüber verpflichtet die Nachlassverbindlichkeiten zu erfüllen, soweit nicht der Verkäufer dafür haftet, dass sie nicht bestehen. § 2378 BGB Nachlassverbindlichkeiten    (1) Der Käufer ist dem Verkäufer…

Menü