Betreuung: Ein Betreuter kann doch kein Testament errichten – oder doch?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Betreuung: Ein Betreuter kann doch kein Testament errichten – oder doch?

Druckansicht öffnen 

[ 27.11.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Doch er kann das grundsätzlich. Die Betreuung als solche hindert den Betreuten nicht ein Testament zu errichten. 

Ob der Betreute allerdings fähig zur Testamentserrichtung, also testierfähig war, wird im Erbscheinsverfahren vom Nachlassgericht geprüft. Dabei ist von der Vermutung der Testierfähigkeit auszugehen. Die Testierfähigkeit ist nur zu prüfen, wenn konkrete Zweifel an der Testierfähigkeit bestehen. Aus der Bestellung eines Betreuers allein kann also nicht auf die Testierunfähigkeit geschlossen werden. War der Betreute wenigstens umd die Zeit der Testamentserrichtung herum testierfähig, so spricht dies für die testierfähigkeit, auch wenn später Testierunfähigkeit vorlag.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Gesamthandsgemeinschaft: Es geht nur gemeinsam

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Die Gesamthandsgemeinschaft ist eine Gemeinschaft von Personen, denen ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich zusteht. Beispiele von Gesamthandsgemeinschaften sind die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (§§ 705 – 740 BGB) die Gütergemeinschaft (§ 1419 BGB) die Erbengemeinschaft (§ 2033 Abs. 2 BGB) die Urhebergemeinschaft (§ 8 Abs. 2 S. 1 UrhG) (früher) die nach…

Was man über das Berliner Testament unbedingt wissen sollte

Berliner Testament: Was man wissen muss. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist Erbrecht Was man über das Berliner Testament unbedingt wissen muss Berliner Testament nennt man ein Testament, das Eheleute gemeinsam aufsetzen. Das Besondere ist, dass die Eheleute in einem einzigen Testament zusammen ihren gesamten Nachlass selber regeln können.  Und sie brauchen keinen Notar. Die…

Warum bei der Erbengemeinschaft jedem Miterben alles gehört

Warum bei der Erbengemeinschaft jedem Miterben alles gehört

Menü