Bezugsberechtigung bei der Lebensversicherung im Todesfall

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[ 23.12.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Eine Bezugsberechtigung liegt vor, wenn der Erblasser entweder beim Abschluss einer Lebensversicherung oder bei Kapitalanlagen (Sparvertrag zugunsten Dritter) eine Person benennt, die im Falle seines Todes die Versicherungssumme bzw. das Kapitalvermögen erhält.

Wurde vom Erblasser eine Bezugsberechtigung festgelegt, fällt der Anspruch auf die Versicherungssumme bzw. das Kapitalvermögen nicht in den Nachlass, sondern entsteht mit dem Todesfall unmittelbar in der Person des Bezugsberechtigten. Eine Lebensversicherung wird sozusagen „am Nachlass vorbei vererbt“. Allerdings können Pflichtteilsansprüche der nicht Bezugsberechtigten wegen der Versicherung gegeben sein.

Ist ausnahmsweise keine Bezugsberechtigung im Versicherungsvertrag vermerkt, fällt die Versicherungssumme ganz normal in den Nachlass.

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