Cäsar Caracalla verlieh allen Bewohnern des Römischen Reichs das Bürgerrecht, um von allen Erbschaftsteuer zu kassieren

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Cäsar Caracalla verlieh allen Bewohnern des Römischen Reichs das Bürgerrecht, um von allen Erbschaftsteuer zu kassieren

Druckansicht öffnen 

[ 09.02.2016 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Kaiser Marcus Aurelius Severus Antoninus (188 bis 217 nach Christus) war der blutrünstigste Kaiser der Römer. Man kannt ihn besser unter dem Namen Caracalla. Der  Kulturwissenschaftler Jacob Burckhardt bezeichnete ihn als  „verschlagen“, „feige“, als „allergrausamster Mensch“, als „Feind Gottes, bei dessen Verworfenheit und falscher Genialität der Gedanke erwachsen muss, es ist Satan“.

Caracalla setzte am 11. Juli 212, die „Constitutio Antoniniana“ in Kraft. Es handelt sich um eine Verordnung, mit welcher Caracalla allen freien Bewohnern des Römisches Reiches das römische Bürgerrecht verlieht. Der Geschichtsschreiber Cassius Dio teilt mit (79, 9, 5), dass die Ausdehnung des Bürgerrechts vor allem den Zweck gehabt habe, die Betroffenen verschiedenen Steuern zu unterwerfen, die nur von römischen Bürgern zu bezahlen waren. Dazu gehörte die Erbschaftsteuer, die Caracalla auf 10 % verdoppelte. Die Erbschaftsteuer wurde nun auch den bisher nicht steuerpflichtigen Familienangehörigen auferlegt. Wegen der außerordentlich stark erhöhten Personalkosten beim Militär infolge einer großzügigen Solderhöhung und üppigen Sonderzuwendungen an die Soldaten musste Caracalla tatsächlich neue Einkommensquellen erschließen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Mangelhaftes notarielles Nachlassverzeichnis rechtfertigt Zwangsgeld

Mangelhaftes notarielles Nachlassverzeichnis rechtfertigt Zwangsgeld. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Mangelhaftes notarielles Nachlassverzeichnis rechtfertigt Zwangsgeld Ein notarielles Verzeichnis im Sinne des § 2314 I 3 BGB genügt den dort statuierten Anforderungen nur dann, wenn der Notar den Nachlassbestand eigenständig ermittelt hat und durch Bestätigung des Bestandsverzeichnisses als von ihm aufgenommen zum Ausdruck bringt, für den Inhalt…

Wohngeldschulden der Miterben sind auch Eigenschulden, für die die Miterben auch mit dem Eigenvermögen haften

Druckansicht öffnen  [ 10.11.2013 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Frage: Wir sind Erben zweier Erblasser, denen je ein hälftiger Miteigentumsanteil an einer Eigentumswohnung zustand. Wir wurden im Jahr 2008 als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Die Wohnungseigentümergemeinschaft verlangt von uns im Gerichtsweg die Zahlung der Wohngeldrückstände aus den Jahresabrechnungen 2009 und 2010. Wir sind der Auffassung, dass in den…

Praktisch aber unwirksam: Ehegattentestament mit Blanko-Unterschrift

Praktisch aber unwirksam: Ehegattentestament mit Blanko-Unterschrift. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Praktisch aber unwirksam: Ehegattentestament mit Blanko-Unterschrift Frage: Mein Mann verreist viel. Ein Ehegattentestament haben wir noch nicht errichtet. Er hat mir mal eine Blankounterschrift geleistet. Sollte er auf einer Geschäftsreise versterben, soll ich darüber das Testament schreiben, wie ich es brauche. Wenn nichts besonderes passiert,…

Menü