Eigenheim: Selbstgenutzt bleibt steuerfrei

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[ 20.12.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Das selbstgenutzte Eigenheim bleibt beim Tod steuerfrei, wenn der Ehegatte oder die Kinder das bislang selbstgenutzte Familienheim erben. Voraussetzung ist allerdings, dass der Erbe das Familienheim unverzüglich selbst nutzen muss.

Wohnt zum Beispiel das erbende Kind weit entfert, nützt es auch nichts darauf zu verweisen, der Arbeitgeber habe verlangt, dass man in der Nähe der Firma wohne. Wäre dem nicht so würde man selbstverständlich unverzüglich ins elterliche Familienheim einziehen. Man wolle das Haus aber renovieren und vermieten und dann unverzüglich dort einziehen sobald, dies möglich sei. Der Fall ging bis vor den Bundesfinanzhof, der gegen den Erben entschied. Eine Steuerbefreiung für ein Familienheim scheidet aus, wenn der Erwerber von vornherein gehindert ist, die Wohnung in dem von Todes wegen erworbenen Einfamilienhaus für eigene Wohnzwecke zu nutzen und deshalb auch tatsächlich nicht unverzüglich dort einzieht. Unverzüglich ist der Einzug sicherlich, wenn man innerhalb von sechs Monaten seit dem Todesfall einzieht. Aber auch 12 Monate können ausreichen, wenn hierfür zwingende Gründe (Renovierung, Ärger mit der Erbengemeinschaft) sprechen.

 

 

 

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