Erbrecht kurios: Testamente von Rauchern, Dichtern, Fußballern, für Jesus und den Papst

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Auch Lachen gehört im Erbrecht dazu, Fachanwalt für Erbrecht Gerhard Ruby aus Villingen-Schwenningen

 

 

Erben ist ganz schön (schwer) und vererben auch. Es kann zuweilen aber auch amüsant sein.

Wussten Sie zum Beispiel schon,

  • dass Samuel Bratt im Jahr 1960 seiner Frau, die ihn nie rauchen ließ, 330.000 Pfund unter der Bedingung vermachte, dass sie jeden Tag fünf Zigaretten rauchte?
  • dass 75 Prozent der Deutschen kein Testament hinterlassen und so den Streit unter den Hinterbliebenen anheizen?
  • dass ein wohlhabender Anwalt aus Toronto, Charles Vance Millar, im Jahre 1926 seine Villa und sein Vermögen der Frau aus Toronto hinterließ, die in den zehn Jahren nach seinem Tod die meisten Kinder zur Welt brachte?
  • dass 90 Prozent der privaten Testamente unvernünftig sind, unklar, widersprüchlich oder gänzlich unwirksam?
  • dass der deutsche Dichterfürst Heinrich Heine sein gesamtes Vermögen seiner Frau vermacht haben soll, allerdings nur unter der Bedingung, dass sie wieder heirate, damit es „wenigstens einen Mann gibt, der meinen Tod bedauert“?
  • dass 63 Prozent der Bürger gegen die Erbschaftsteuer sind, weil das Vermögen zu Lebzeiten bereits versteuert wurde?
  • dass, Hensley Nankivell in seinem Testament 1987 darauf bestand, dass jeder Verwandte, der einen Anspruch auf sein 400.000 Pfund teuers Anwesen erheben wollte, zuerst einen Pilotenschein machen müsste?
  • dass Sid Tricket 1948 acht Tore auf dem Platz des Torrington Football Club schoß und sein letzer Wille 1982 war, dass seine Asche im Torraum verstreut würde?
  • dass der Zahnarzt Philip Grundy 1974 seiner Zahnarzthelferin Amelia White 181.000 Pfund hinterließ unter der Bedingung, dass sie fünf Jahre weder mit Männern ausgehen, noch Make-up oder Schmuck tragen durfte?
  • dass eine Dame 1990 dem St. George Hospital 100.000 Pfund für die Vergrößerung, Verbesserung und Instandhaltung der Waschräume hinterließ?
  • dass 1977 Ernest Digweed 26.000 Pfund für Jesus hinterließ. Auszuzahlen beim Beweis von dessen Existenz?
  • dass 1955 Juan Potomachi 30.000 Pfund an das Theater „Teatro Dramatico“ vermachte auszuzahlen unter der Bedingung, den Totenschädel im Hamlet zu spielen?
  • dass 1788 David Davis seiner Frau fünf Schillinge hinterließ, mit denen sie sich ein letztes Mal auf seine Kosten betrinken sollte?
  • dass der Papst eins hat, Campino von den Toten Hosen eins hat; damit die großen und kleinen Reichtümer, die sie angehäuft haben, in den richtigen Händen landen. Warum Sie noch nicht? 

 

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