Erbschaftsteuer: Besteuert wird nicht der Nachlass, sondern die Bereicherung des jeweiligen Erben

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Erbschaftsteuer: Besteuert wird nicht der Nachlass, sondern die Bereicherung des jeweiligen Erben

Druckansicht öffnen 

[ 27.06.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

V vererbt an seine Frau W und die drei Kinder K1 bis K3 eine Erbschaft von 1,7 Millionen Euro. Er hat W und K1 bis K3 zu je ¼ als Erben eingesetzt. Es wird kein steuerbegünstigtes Vermögen vererbt, sondern allein Geldvermögen im weitesten Sinne. Die Freibeträge belaufen sich für W auf 500.000 Euro, und für jedes der drei Kinder auf 400.000 Euro. Fällt Erbschaftsteuer an?

Bei der deutschen Erbschaftsteuer handelt es sich um eine Erbanfallsteuer. Besteuert wird die Bereicherung des jeweiligen Erwerbers (unter Berücksichtigung der Verwandtschaftsverhältnisse) und nicht der Gesamtwert des Nachlasses.

• W erbt 425.000 und hat einen Freibetrag von 500.000• K1 bis K3 erben ebenfalls jeweils 425.000 und haben je 25.000 Euro mit einem Steuersatz von 7 % zu versteuern, also je 1.750 Euro an Erbschaftsteuer zu zahlen.

Im Gegensatz zur Erbanfallsteuer steht die anglo-amerikanische Nachlassteuer (= sog. Tote-Hand-Steuer), welche sich als letztmalige Vermögensteuer am Wert des Nachasses orientiert und die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Erblasser und Erben nicht berücksichtigt.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Trick mit dem Ehegattenvoraus

Der Trick mit dem Ehegattenvoraus. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Der Trick mit dem Ehegattenvoraus Wird der überlebende Ehegatte gesetzlicher Erbe, erhält er die Haushaltsgegenstände als „Voraus“; nur den Rest muss er mit den anderen Erben teilen. Trick: Der Voraus kann pflichtteilsmindernd eingesetzt werden. Beispiel: Aida und Bert sind kinderlos verheiratet. Das Verhältnis zu Aidas Eltern…

Innerhalb welcher Frist muss die Anfechtung eines Testaments erfolgen?

Anfechtung eines Testaments. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Innerhalb welcher Frist muss die Anfechtung eines Testaments erfolgen? Innerhalb einer Frist von einem Jahr seit Kenntnis des Anfechtungsgrundes. Nach Ablauf von dreißig Jahren seit dem Erbfalls ist die Anfechtung ausgeschlossen. Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland –…

Erbt mein Kind noch, wenn ich ihm das Erbe schon zu Lebzeiten gegeben habe?

Erbt mein Kind noch, wenn ich ihm das Erbe schon zu Lebzeiten gegeben habe? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Erbt mein Kind noch, wenn ich ihm das Erbe schon zu Lebzeiten gegeben habe? Frage: Ich habe einen Sohn und eine Tochter. Meinen Sohn habe ich vor 12 Jahren ein Haus geschenkt. Das zweite Haus möchte…

Menü