Erbschaftsteuer: Bewertung einer über 9 % verzinslichen Schuld, die in mehr als 4 Jahren in gleichen Raten getilgt wird

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Erbschaftsteuer: Bewertung einer über 9 % verzinslichen Schuld, die in mehr als 4 Jahren in gleichen Raten getilgt wird

Erbschaftsteuer: Bewertung einer über 9 % verzinslichen Schuld, die in mehr als 4 Jahren in gleichen Raten getilgt wird.Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Wie wird vom Finanzamt eine mit über 9 % zu verzinsende Kapitalforderung oder -schuld, die in mehr als 4 Jahren in gleichen Raten getilgt wird, für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer bewertet?

Nach dem Ländererlasse vom 10.10.2010 zur Bewertung von Kapitalforderungen und Kapitalschulden für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Beispiel 2: (hohe Verzinsung)

Besteuerungszeitpunkt 8. 11. 2010
Nennwert 64 500 EUR
Tilgung in 172 Monatsraten zu jeweils 375 EUR
Zinssatz 13,5 %
Fälligkeit der 1. Rate nach dem Besteuerungszeitpunkt 1. 12. 2010
Fälligkeit der letzten Rate 1. 3. 2025
Laufzeit (8. 11. 2010 bis 7. 3. 2025) 14 Jahre, 4 Monate


Ein Tipp von RA Ruby
 

Berechnung:

Zinsdifferenz
(13,5 %– 9 % = 4,5 %; 4,5 % von 64 500 EUR =) 2902,50 EUR
Vervielfältiger für 15 Jahre (Tabelle 3) 5,694
Vervielfältiger für 14 Jahre 5,398
Differenz 0,296
davon 4/12 0,099
interpoliert (5,398 + 0,099 =) 5,497
Kapitalwert (5,497 × 2902,50 EUR =) 15 955 EUR
Gegenwartswert am 8. 11. 2010
(64 500 EUR + 15 955 EUR =) 80 455 EUR

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Ich habe eigenhändig auf einem Zettel eine Vollmacht verfasst. Ist das o.k.?

Ich habe eigenhändig auf einem Zettel eine Vollmacht verfasst. Ist das o.k.?

Testament: Vorsicht bei losen Blättern

Testament: Vorsicht bei losen Blättern. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Testament: Vorsicht bei losen Blättern Ein handschriftliches Testament kann auch wirksam auf mehreren losen Blättern errichtet werden. Es muss nur aus der Gesamturkunde die Einheitlichkeit der Willensrichtung erkennbar sein. Dass es hier zu Problemen kommen kann, zeigt eine aktuelle Entscheidung des OLG Hamm. Danach kann…

Berliner Testament: Zählen Schenkungen des erstverstorbenen auch beim Pflichtteil nach dem überlebenden Elternteil?

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Zu dieser Frage ein Fall: Eltern sind V und W. Sie haben drei Kinder K1, K2, und K3 und ein Berliner Testament. V stirbt zuerst, dann W. Schlusserben sind K2 und K3 zu je ½. Nachlass 0. K1 bis K3 streiten sich, ob nach dem Tode ihrer Mutter W auf…

Menü