Erbschaftsteuer: Welcher Wert gilt für die Unternehmensbewertung?

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Erbschaftsteuer: Welcher Wert gilt für die Unternehmensbewertung? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Erbschaftsteuer: Welcher Wert gilt für die Unternehmensbewertung?

Frage:

Für das von meinem Vater ererbte Unternehmen liegen unterschiedliche Werte vor. Das Finanzamt hat nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren einen Wert von 1 Mio. Euro ermittelt. Ein Gutachten der IHK geht anhand der Mulitplikatormethode (500.000 Euro Umsatz mal 1,0) von 500.000 Euro aus. Was ist nun richtig?

Antwort:

Die Antwort gibt § 11 Abs. 2 BewG:

§ 11 BewG Wertpapiere und Anteile
   (1)…
   (2) … Lässt sich der gemeine Wert nicht aus Verkäufen unter fremden Dritten ableiten, die weniger als ein Jahr zurückliegen, so ist er unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft oder einer anderen anerkannten, auch im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für nichtsteuerliche Zwecke üblichen Methode zu ermitteln; dabei ist die Methode anzuwenden, die ein Erwerber der Bemessung des Kaufpreises zugrunde legen würde. Die Summe der gemeinen Werte der zum Betriebsvermögen gehörenden Wirtschaftsgüter und sonstigen aktiven Ansätze abzüglich der zum Betriebsvermögen gehörenden Schulden und sonstigen Abzüge (Substanzwert) der Gesellschaft darf nicht unterschritten werden; die §§ 99 und 103 sind anzuwenden. Die §§ 199 bis 203 sind zu berücksichtigen.
   (2a) …
   (3) …
   (4) …

Wenn also im Geschäftsverkehr die Multiplikatormethode als üblich für die Ermittlung des Kaufpreises aus Käufersicht anzusehen ist (was bei Ihnen der Fall sein dürfte), ist der Wert von 500.000 Euro auch vom Finanzamt zugrunde zu legen.

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