Erbschaftsteuer: Wie errechnet man den Ertragswert eines Unternehmens?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Erbschaftsteuer: Wie errechnet man den Ertragswert eines Unternehmens?

Erbschaftsteuer: Wie errechnet man den Ertragswert eines Unternehmens? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Erbschaftsteuer: Wie errechnet man den Ertragswert eines Unternehmens?

Nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren der §§ 199 bis 203 BewG, das allerdings oft zu Überbewertungen führen wird, weil der Kapitalisierungsfaktor, mit dem der Jahresertrag multipliziert ist, zu hoch ist. Man kann den somit meist zu hohen Wert nach dem BewG durch ein Ertragswertgutachten widerlegen, zum Beispiel nach dem sogenannten Unternehmensbewertungsstandard IDW S1 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW).

Im Rahmen des vereinfachten Ertrgagswertverfahrens wird der Jahresertrag mit einem Kapitalisierungsfaktor multipliziert. Der Kapitalisierungsfaktor wird ermittelt aus einem Risikozuschlag von 4,5 %, zu dem man den aktuellen Basiszinssatz, der sich z.B. für 2013 auf 2,04 belief, addiert. Die Summe von 6,54 Prozent wird als Nennen eines Bruchs genommen, in dem der Zähler 100 beträgt. Das Ergebnis aus 100 / 6,54 ergibt den derzeitigen Kapitalisierungsfaktor von 15,29051987

Bei einem Jahresertrag von 100.000 ergibt sich somit ein Unternehmenswert von 152.905,20 Euro.

Der Basiszinssatz wird aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihen abgeleitet und von der Deutschen Bundesbank anhand der Zinsstrukturdaten jeweils zum ersten Börsentag des Jahres ermittelt und vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht.

Der Basiszinssatz für das vereinfachte Ertragswertverfahren wurde für die Vorjahre wie folgt festgelegt:

2013:          2.04 Prozent

2012:          2,44 Prozent

2011:          3,43 Prozent

2010:          3,98 Prozent

2009:          3,61 Prozent

2008:          4,58 Prozent

2007:          4,02 Prozent

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Bösliche Schenkungen kann der Erbe vom Beschenkten herausverlangen

Bösliche Schenkungen kann der Erbe vom Beschenkten herausverlangen

Erbt mein Kind noch, wenn ich ihm das Erbe schon zu Lebzeiten gegeben habe?

Erbt mein Kind noch, wenn ich ihm das Erbe schon zu Lebzeiten gegeben habe? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Erbt mein Kind noch, wenn ich ihm das Erbe schon zu Lebzeiten gegeben habe? Frage: Ich habe einen Sohn und eine Tochter. Meinen Sohn habe ich vor 12 Jahren ein Haus geschenkt. Das zweite Haus möchte…

Welches Rechtsgeschäft im Erbrecht muss schriftlich vorgenommen werden?

Welches Rechtsgeschäft im Erbrecht muss schriftlich vorgenommen werden?Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Handschriftlichkeit von A bis Z erfordert das eigenhändige Testament Welches Rechtsgeschäft im Erbrecht muss schriftlich vorgenommen werden? Das private Testament muss eigenhändig handschriftlich errichtet und unterschrieben werden. § 2231 BGB Ordentliche Testamente Ein Testament kann in ordentlicher Form errichtet werden 1. zur Niederschrift…

Menü