Erbschaftsteuer: Wie werden Zero-Bonds bewertet?

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Erbschaftsteuer: Wie werden Zero-Bonds bewertet? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Erbschaftsteuer: Wie werden Zero-Bonds bewertet?

Zero-Bonds sind Nullkuponanleihen (vom Englischen „Zero Coupon Bond“) Zero-Bonds sind eine Sonderform der verzinslichen Wertpapiere. Dabei gibt es keinen Kupon (d. h. keine laufende Zinszahlung) und nur eine Auszahlung am Ende der Laufzeit der Anleihe. Der Gewinn für den Anleger besteht damit nur in der Differenz zwischen dem Erwerbskurs und dem Rückzahlungspreis bzw. Verkaufskurs.

ErbStR R B 12.3 Zero-Bonds
   (1) Börsennotierte Zero-Bonds sind mit dem niedrigsten im Besteuerungszeitpunkt für sie im amtlichen Handel notierten Kurs anzusetzen (§ 11 Absatz 1 Satz 1 BewG). Liegt am Besteuerungszeitpunkt keine Kursnotierung vor, ist der letzte innerhalb von 30 Tagen vor dem Besteuerungszeitpunkt im amtlichen Handel notierte Kurs maßgebend.
   (2) Nichtnotierte Zero-Bonds sind in Anlehnung an die Kursnotierungen von in Ausstattung und Laufzeit vergleichbaren Anleihen zu bewerten. Können für nicht notierte Zero-Bonds keine Vergleichskurse festgestellt werden, berechnet sich ihr Wert aus dem Ausgabebetrag zuzüglich der bis zum Besteuerungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsen (Rückzahlungswert). Der Rückzahlungswert ist entsprechend der Berechnung in R B 12.2 für Finanzierungsschätze zu ermitteln.
   (3) Beträgt die Emissionsrendite mehr als 9 Prozent und ist die Einlösung des Zero-Bonds im Besteuerungszeitpunkt für mindestens 4 Jahre ausgeschlossen, ist bei der Berechnung des Rückzahlungswerts ein Renditekurs zugrunde zu legen, der sich nach dem im Besteuerungszeitpunkt bestehenden Kapitalmarktzinssatz für vergleichbare Anleihen bestimmt.

Beispiel:

Am Todestag 4.10,2013 befinden sich im Nachlass Zero-Bonds mit einem Nennwert von 100.000 Euro, die 2030 fällig sind. Der Kurswert am Todestag beträgt 40 %, so dass sie mit 40.000 Euro anzusetzen sind.

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