Erbschein: Antrag direkt beim Nachlassgericht spart Mehrwertsteuer

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Erbschein: Antrag direkt beim Nachlassgericht spart Mehrwertsteuer. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Die Gebühren für einen Erbschein richten sich nach dem Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG, früher KostO)

Für die Erteilung des Erbscheins durch das Nachlassgericht wird eine sogenannten volle 1,0 Gebühr nach der Gebührentabelle B des GNotKG berechnet. Danach gilt: Je höher der Reinwert des Nachlasses desto höher die volle Gebühr. Der Reinwert des Nachlasses ist der Wert des Nachlasses nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten im Zeitpunkt des Erbfalls. Es gelten die aus der Tabelle B ersichtlichen Gebühren, die doppelt (für den Antrag mit eidesstattlicher Versicherung und für den Erbschein).

Frage: Was kostet ein Erbschein? Wie kann ich die Mehrwertsteuer sparen?

Antwort: Das kommt auf den Wert des Nachlasses an. Wenn der Reinewert des Nachlasses (Nachlassaktiva minus Nachlassverbindlichkeiten) zum Beispiel 250.000 Euro beträgt, beträgt bei diesem Wert eine sogenannte volle Gebühr nach dem GNotKG 535,00 Euro. Es fällt zunächst eine volle Gebühr für den Erbscheinsantrag an. Stellt man den Erbscheinsantrag über einen Notar betragen die Kosten 535 Euro zzgl. 19 % Mehrwertsteuer. Es kommen also 101,65 Euro an Mehrwertsteuer hinzu. Diese Kosten können Sie sparen, wenn sie den Erbscheinsantrag direkt beim Nachlassgericht stellen. Immerhin eine Ersparnis von über 100 Euro.
Hinzu kommt dann noch eine volle Gebühr für die Erteilung des Erbscheins, also weitere 535 Euro. Insgesamt fallen also 1.070 Euro an, wenn Sie den Erbschein selbst direkt beim Nachlassgericht beantragen und 1171,65 Euro, wenn Sie den Erbscheinsantrag über einen Notar stellen.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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