Erbvorbezug: Der Vorempfang nach Schweizer Recht

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Erbvorbezug. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht.

 

1. Begriff

Ein Erbvorbezug nach Schweizer Recht ist eine lebzeitige Zuwendung eines Vermögenswertes an einen mutmasslichen zukünftigen Erben, mit Anrechnung auf dessen Erbteil.

Der Erbvorbezug ist also ähnlich der Schenkung, mit dem Unterschied, dass der Erbvorbeziehende beim Ableben des Erblassers den Betrag zurückbezahlen muss, bzw. auf seinen Erbteil angerechnet bekommt.

Liegt eine Schenkung weniger als fünf Jahre seit Ableben des Schenkers zurück, so ist diese ebenfalls als Erbvorbezug anzusehen und zurückzuzahlen.

2. Praxis

Um einen späteren Streit zu vermeiden, sollten Eltern schriftlich festhalten, ob ihr Sohn oder die Tochter den Erbvorbezug auf Anrechnung auf sein künftiges Erbe erhält oder nicht. (Es ist also zu Unterscheiden, ob es eine Schenkung oder ein Erbvorbezug sein soll)

Diese ist die Regelung für die meisten Kantone in der Schweiz. Es ist zu beachten, dass es kantonale Unterschiede geben kann.

3. Gesetzliche Regelung

ZGB Art. 626 – Ausgleichungspflicht gesetzlicher Erben
www.steuern.sg.ch

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