Fortgesetzte Gütergemeinschaft: Witwenherrschaft und beerbte Ehe

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Fortgesetzte Gütergemeinschaft: Witwenherrschaft und beerbte Ehe. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Fortgesetzte Gütergemeinschaft: Witwenherrschaft und beerbte Ehe

Die fortgesetzte Gütergemeinschaft ist ein heute kaum noch anzutreffender Güterstand. Beim Tod des erstversterbenden Ehegatten gehört sein Anteil am Gesamtgut nicht zu seinem Nachlass. Es rücken die gemeinschaftlichen Kinder in seine Stellung als Gesamthänder ein. Damit können mangels Nachlass diesbezüglich auch keine Pflichtteilsansprüche und keine Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend gemacht werden. Für Zwecke der Pflichtteilsergänzung gilt der erstversterbende Ehegatte im Normalfall erst in dem Zeitpunkt verstorben, in dem der überlebende Ehegatte verstirbt (Zeitpunkt der Beendigung der fortgesetzten Gütergemeinschaft). Die Zehnjahresfrist des § 2325 BGB wird durch die fortgesetzte Gütergemeinschaft nicht in ihrem Ablauf gehindert.

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