Geschiedene in der Erbschaftsteuer

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Geschiedene in der Erbschaftsteuer. Erklärt von Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht.

Geschiedene

Steuern sparen über die Ex?

Eigentlich will man der oder dem Ex nichts mehr zukommen lassen. So die Regel. Aber es gibt auch Ausnahmen. Das Leben und die Zeit stimmen milder und man erinnert sich auch an gute Zeiten. Oder man ist ein Steuersparfuchs und versucht den gemeinsamen Kindern über das Erbe der / des Expartners etwas zukommen zu lassen, wenn die eigenen Freibeträge ausgenutzt sind.

Schauen wir uns einmal an, wie es um die geschiedenen Ehegatten erb- und schenkungsteuerlich steht.

Freibetrag der Ex

Während der Ehegatte einen persönlichen Freibetrag hat, liegt der Freibetrag beim geschiedenen Ehegatten nur bei 20.000 Euro. Der geschiedene Ehegatte wird also, was den Freibetrag anbelangt, wie ein Fremder behandelt, der auch 20.000 Euro steuerfrei erhalten kann. Was über 20.000 Euro hinausgeht muss ein nicht verwandter Fremder dann mit 30 % versteuern (Steuerklasse III).

Steuerersparnis bescheiden

Bei der Steuerklasse stellt sich der geschiedene Ehegatte besser als ein fremder Dritter. Der geschiedene Ehegatte gehört zur Steuerklasse II. Hier liegt der Eingangssteuersatz nicht bei 30 %, sondern nur bei 15 %.

Die Idee über den Ex-Gatten die eigenen Kinder zu bedenken macht somit aber wenig Sinn, da die Kinder sich in der wesentlich günstigeren Steuerklasse I mit einem Eingangsteuersatz von 7 % befinden. 20.000 Euro für den Expartner wären natürlich steuerfrei.

Erst wenn die Kinderfreibeträge von 400.000 Euro aufgebraucht sind und mehr als 600.000 Euro pro Kind zusätzlich zugewandt werden, kann der Umweg über den Ehegatten Sinn machen. Denn dann zahlen die Kinder 19 Prozent, der Ex-Gatte jedoch bis 75.000 Euro nur 15 Prozent. Letztlich kann dies zu einer Steuerersparnis von 3.000 Euro führen.

 Ruby – Die Kanzlei für Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

 

 

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