Erbrecht bei Gütergemeinschaft: Ein aussterbender, aber interessanter Güterstand für die Ehe

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht.

 

Die Gütergemeinschaft ist einer der drei ehelichen Güterstände des BGB. Man kann in Gütergemeinschaft, Gütertrennung oder Zugewinngemeinschaft verheiratet sein. Je nachdem, in welchem der drei Güterstände man verheiratet ist, unterscheiden sich die Erbanteile des überlebenden Ehegatten.

Bei Gütergemeinschaft gehört in der Regel das gesamte Vermögen dem Ehemann und der Ehefrau zusammen. Es vererbt der Erblasser also immer exakt die Hälfte des gemeinschaftlichen Vermögens. Von dieser Vermögenshälfte erbt der überlebende Ehegatte 1/4 Anteil. Den Rest von 3/4 erben die Kinder zu gleichen Teilen, also ein Kind 3/4, zwei Kinder je 3/8, drei Kinder je 1/4, vier Kinder je 3/16 usw. Sind keine Kinder vorhanden sind auch die Eltern des Erblassers neben dem Ehegatten erbberechtigt. Sie erben 1/2 Anteil, der überlebende Ehegatte die andere Hälfte.

 

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