Gute Vorsätze für das Neue Jahr: Testament schon geschrieben?

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[ 04.02.2016 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Der eine wollte mit dem Rauchen aufhören, die andere abnehmen und schließlich wollte der Dritte ein Testament errichten. Gerade vor dem Schreiben eines Testaments drückt man sich gerne, gibt es doch Angenehmeres. Allerdings sollte jeder ein Testament haben, damit der Familienfrieden auch nach dem eigenen Tod gesichert bleibt und das mühsam erarbeitete und ersparte Vermögen keinen Schaden erleidet, z.B. durch den sprichwörtlichen Erbenstreit oder die Erbschaftsteuer.

Die gesetzliche Erbfolge passt oft nicht und führt so gut wie immer zu einer Erbengemeinschaft, die oft eine Quelle erbitterter Rechtsstreitigkeiten ist.  Durch ein Testament kann eine Person, z.B. der überlebende Ehegatte zum Alleinerben bestimmt werden, so dass nicht ständig alle gefragt werden müssen, was zum Beispiel mit dem Haus passieren soll. Auch kann dann nicht jeder missgünstige Miterbe die Versteigerung des Hauses verlangen. Durch Vermächtnisse können Teile des Nachlasses den Kindern zugewendet werden, ohne dass diese als Miterben die Witwe unter Druck setzen können. Wer die Witwe vor der Auseinandersetzung mit Pflichtteilsberechtigten schützen oder die Abwicklung des Erbes in professionelle Hände legen will, sollte an die Testamentsvollstreckung denken. Auch die Erbschaftsteuer lässt sich durch kluge Gestaltungen, z.B. die Anordnung eines Steuersparvermächtnisses vermeiden. 

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