Hypothek: Wenn das Grundstück verpfändet wird

  1. Startseite
  2. H
  3. Hypothek: Wenn das Grundstück verpfändet wird

Hypothek: Wenn das Grundstück verpfändet wird. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht in Villingen-Schwenningen.

Wenn das Grundstück verpfändet wird

Hypothek: Das Unterpfand

Eine Hypothek (von griechisch „Unterpfand“) ist ein Grundpfandrecht. Der Hypothekengeber tritt Rechte an einer Immobilie ab, um im Gegenzug andere Leistungen (in der Regel Geldleistungen) als Darlehen zu erhalten. Das Grundstück wird mittels der Hypothek als Sicherheit für das Darlehen verpfändet.

Im Bankwesen wird die Hypothek als Sicherungsmittel für Kredite eingesetzt. Der Wert der Immobilie bestimmt dabei die mögliche Höhe der Hypothek. Der Kreditnehmer erhält in der Regel nur einen Kredit unterhalb der Höhe der Hypothek. Die übliche „Beleihungsgrenze“ liegt bei 60 Prozent des Verkehrswertes.

Die Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen (beispielsweise größere Zahlungsrückstände) berechtigt den Hypothekengläubiger (Hypothekar) sich aus demjenigen Erlös, der sich durch Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung des durch die Hypothek belasteten Objektes erzielen lässt, zu befriedigen. Welche Forderungen ihm gegen den Schuldner dabei zustehen, ist in der Zweckbestimmungserklärung vertraglich geregelt.

Grundbuch

Die Hypothek wird im Grundbuch eingetragen. Sie kann als lediglich im Grundbuch eingetragene Buchhypothek oder als Briefhypothek bestellt werden. Bei der Briefhypothek erwirbt der Gläubiger die Hypothek erst, wenn ihm der Hypothekenbrief vom Grundstückseigentümer bzw. vom Grundbuchamt direkt ausgehändigt wird. Der Hypothekenbrief verbrieft die Forderung des Hypothekengläubigers. Er enthält alle Angaben der Eintragungen im Grundbuch, zum Beispiel die Grundstücksbezeichnung, den Eigentümer, vorgehende Eintragungen etc. Bedeutsam ist der Hypothekenbrief insbesondere für eine Refinanzierung des Gläubigers. Dieser kann die Rechte aus dem Hypothekenbrief abtreten und sich dadurch neues Kapital besorgen.

Derjenige zugunsten dessen die Hypothek bestellt wurde, kann verlangen, dass eine bestimmte Geldsumme zur Befriedigung wegen einer ihm zustehenden Forderung aus dem Grundstück zu zahlen ist. Die Hypothek gewährt dem Gläubiger das Recht,  ein Grundstück zwangsversteigern zu lassen, um seine Forderung aus dem Versteigerungserlös zu befriedigen.

Der Bestand der Hypothek hängt unmittelbar vom Bestand der Forderung ab. Besteht die Forderung nicht mehr, besteht auch die Hypothek nicht mehr und der Grundstückseigentümer kann die Löschung der Hypothek aus dem Grundbuch verlangen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Wichtige Gesetze im Erbrecht

Wichtige Gesetze im Erbrecht

Wann bekommen Eltern einen Pflichtteil?

Wann bekommen Eltern einen Pflichtteil? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wann bekommen Eltern einen Pflichtteil? Eltern können immer dann Pflichtteilsansprüche geltend machen, wenn ihr verstorbenes Kind selber keine eigenen Kinder hatte, wenn also aus Sicht der Eltern des Verstorbenen keine Enkelkinder vorhanden sind. Beispiel 1 Zugewinngemeinschaft: Die Eltern haben ein Kind, das verheiratet ist. Dieses Kind…

Universalsukzession: Der Erbe tritt in die Fußstapfen des Erblassers

Universalsukzession: Der Erbe tritt in die Fußstapfen des Erblassers

Menü