500.000 Euro an Sohn zur Geschäftseröffnung gegeben. Schenkungsteuer?

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500.000 Euro an Sohn zur Geschäftseröffnung gegeben. Schenkungsteuer? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

500.000 Euro an Sohn zur Geschäftseröffnung gegeben. Schenkungsteuer?

Frage:

Ich habe meinem Sohn 500.000 Euro für die Eröffnung eines Geschäfts gegeben, das er innerhalb eines Jahres eröffnen muss. Eröffnet er nicht, muss er mir die 500.000 Euro zurückgeben. Muss er Schenkungsteuer zahlen?

Antwort:

Da Ihr Sohn 400.000 Euro steuerfrei geschenkt bekommen kann, müsste er 100.000 Euro mit 11 % versteuern, also 11.000 Euro Schenkungsteuern zahlen. Die Frage ist, ob er die Schenkungsteuer bereits jetzt zahlen muss, da doch nicht sicher ist, ob er das Geld überhaupt behalten darf. Dies regelt § 5 BewG:

§ 5 BewG Auflösend bedingter Erwerb
   (1) Wirtschaftsgüter, die unter einer auflösenden Bedingung erworben sind, werden wie unbedingt erworbene behandelt. Die Vorschriften über die Berechnung des Kapitalwerts der Nutzungen von unbestimmter Dauer (§ 13 Abs. 2 und 3, § 14, § 15 Abs. 3) bleiben unberührt.
   (2) Tritt die Bedingung ein, so ist die Festsetzung der nicht laufend veranlagten Steuern auf Antrag nach dem tatsächlichen Wert des Erwerbs zu berichtigen. Der Antrag ist bis zum Ablauf des Jahres zu stellen, das auf den Eintritt der Bedingung folgt.

Ihr Sohn hat die 500.000 Euro unter einer auflösenden Bedingung erworben, da nicht sicher ist, dass er sein Geschäft binnen der gesetzten Jahresfrist eröffnen wird. Er hat 11.000 Euro schenkungsteuer zu bezahlen, weil nach § 5 Abs. 1 BewG die  unter einer auflösenden Bedingung erworbenen 500.000 Euro wie eine unbedingte Schenkung zu behandeln sind.

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