Ich will meinen Pflichtanteil bei meiner Mutter einfordern. Was muss ich da tun?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Ich will meinen Pflichtanteil bei meiner Mutter einfordern. Was muss ich da tun?

Pflichtanteil bei meiner Mutter einfordern. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Pflichtanteil bei meiner Mutter einfordern

Frage:

Ich habe meine Mutter seit 12 Jahren nicht mehr gesehen, weiß aber dass sie verheiratet ist. Ich habe noch einen Stiefbruder und einen Stiefschwester. Nach der Scheidung hat mich mein Vater bekommen. Ich habe nie was von meiner Mutter bekommen. Meinem Stiefbruder hat Sie das Geld hinterher geworfen. Ich will nur meinen Pflichtteil. Was muss ich tun?

Antwort:

Sie haben nur die Möglichkeit den Pflichtteil auf freiwilliger Basis zu erlangen.

Im einzelnen: Von Gesetzes wegen können Sie den Pflichtteil nach Ihrer Mutter nicht verlangen. Der Pflichtteilsanspruch kann erst mit dem Tod Ihrer Mutter entstehen.

Es kommt aber oft vor, dass ein geschätzter Pflichtteil schon zu Lebzeiten der Eltern ausgezahlt wird, und der Pflichtteilsberechtigte im Gegenzug einen Pflichtteilsverzicht erklärt. Das erfordert allerdings, dass Sie auf Ihre Mutter zugehen und ihr diesen Vorschlag machen. Bei vermögenden Eltern ist durchaus denkbar, dass sie auf einen solchen Vorschlag eingehen, falls ihre Pflichtteilsforderung mit Pflichtteilsverzicht günstig erscheint. Hier gilt so oft im Leben: Versucht macht kluch (= klug). Sie müssen natürlich damit rechnen, dass man Ihnen auf Ihre Anfrage hin die kalte Schulter zeigt.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie erfolgt die Ausgleichung bei einer Erbengemeinschaft?

Ausgleichung bei einer Erbengemeinschaft. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wie erfolgt die Ausgleichung bei einer Erbengemeinschaft? Durch Anrechnung auf den Erbteil des Ausgleichungspflichtigen (sogenannte Idealkollation). Das hört sich schwerer an als es ist. Beispiel: Der verwitwete Vater hinterlässt die Söhne A und B. B hat er kurz vor seinem Tod für die Begleichung von Schulden 200.000…

Was sind Nachlassverbindlichkeiten?

Nachlassverbindlichkeiten. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby 1. Die vom Erblasser herrührenden Schulden § 1967 BGB Erbenhaftung, Nachlassverbindlichkeiten    (1) Der Erbe haftet für die Nachlassverbindlichkeiten.    (2) Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören außer den vom Erblasser herrührenden Schulden die den Erben als solchen treffenden Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen. 2. die sogenannten Erbfallschulden,…

Pflichtteil: Schutz vor Schenkungen

Wenn der Erblasser einen Pflichtteilsberechtigten (z.B. den wirklich oder vermeintlich bösen Sohn) um den Pflichtteil bringen will, kann er versuchen, das Erbe und damit den Pflichtteil dadurch zu schämlern, dass er sein Vermögen wegschenkt. Beträgt die Pflichtteilsquote eines Kindes 1/8 und der Nachlass 800.000 Euro, wäre der Pflichtteil 100.000. Schenkt der Erblasser das Vermögen zu…

Menü
Die mobile Version verlassen