Immobilien im Ausland erben: So richtig kompliziert wird es bei Mischehen

Immobilien im Ausland. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Immobilien im Ausland erben

Immobilien im Ausland erben kann zu einer recht komplizierten Angelegenheit werden.

  • Deutsches Erbrecht
    Richtig kompliziert wird es bei einer Mischehe. Je nachdem, welcher Partner zuerst verstirbt, kommt unter Umständen ein anderes Erbrecht (deutsches oder ausländisches) zur Anwendung. Stirbt der ausländische Partner zuerst, kommt üblicherweise das Erbrecht, das seiner Staatsbürgerschaft entspricht, zur Anwendung, also bei einer Schweizerin z.B. schweizerisches Erbrecht. Etwas anderes gilt, wenn die schweizerische Ehefrau für ihren in Deutschland belegenen Grundbesitz deutsches Erbrecht gewählt hätte. Stirbt der deutsche Partner zuerst kommt für den in Deutschland belegenen Nachlass üblicherweise auch deutsches Erbrecht zur Anwendung.
  • Nationales Erbrecht
    Stirbt der Partner mit der anderen Nationalität hingegen zuerst wird normalerweise das ausländische Erbrecht zur Anwendung kommen, das eine komplett andere Erbfolge wie das deutsche Erbrecht vorsehen kann.
  • Testament
    Auch deutsche Regelungen werden dann womöglich nicht anerkannt. Nationale ausländische Bestimmungen legen z.B. fest, ob ein Erbvertrag oder ein gemeinschaftliches Testament von Ehegatten überhaupt als wirksam anerkannt wird oder nicht. In vielen Ländern (vor allem den romanischen) ist das nicht der Fall.
  • Online
    Für Todesfälle ab dem 17. August 2015 gilt eine neue Europäische Erbrechtsverordnung. Auf der Homepage des Jusitzministeriums kann man deren Wortlaut nachlesen:
    www. bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü