Institutionen: Eine römische Rechtsquelle auch für unser heutiges Erbrecht

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[ 29.10.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Die Institutionen sind eine Quelle des römischen Erbrechts. In der Gesetzessammlung des oströmischen Kaisers Justinian stehen sie am Anfang. Sie sind der erste Teil des vierteiligen Corpus iuris civilis. Die Institutionen sind ein Lehrbuch für Anfänger des Rechts im ersten Studienjahr. So heißt auch das lateinische „instituere“ auf deutsch „anfangen, beginnen“. Auf diesen Wortgebrauch geht das heute noch gebräuchliche Wort „Anfangsgründe“ (= Institutiones) zurück. Die Institutionen gehen auf den römischen Rechtsgelehrten Gaius zurück, der wohl aus den griechischsprachigen Provinzen stammte. Die Institutionen selbst entstanden wohl um 160 nach Christus. Es ist eine Einführung in folgende Rechtsgebiete:

  • „personae“ = Personen = Personenrecht
  • „res“ = Sachen = Vermögensrecht
  • „actiones“ = Klagen = Rechtsdurchsetzung

Dem Erbrecht hat Gaius in seinen Institutionen einen eigenständigen Abschnitt gewidmet.

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