Juristische Personen: Können juristische Personen erben?

  1. Startseite
  2. J
  3. Juristische Personen: Können juristische Personen erben?

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht in Villingen-Schwenningen, Baden-Württemberg

Können juristische Personen erben?

Ja, und zwar sowohl juristische Personen des privaten wie des öffentlichen Rechts. Voraussetzung ist lediglich, dass die juristische Person im Zeitpunkt des Erbfalls bereits rechtsfähig ist, also besteht.

Juristische Personen des Privatrechts sind:

  • Körperschaften des Privatrechts
    – Vereine
    – Aktiengesellschaften
    – Kommanditgesellschaften auf Aktien
    – Gesellschaften mit beschränkter Haftung
    – Unternehmergesellschaften
    – eingetragene Genossenschaften
    – Europäische Gesellschaften
  • Stiftungen bürgerlichen Rechts

Juristische Person des öffentlichen Rechts sind:

  • Körperschaften
    – die Gebietskörperschafen Bund, Länder, Landkreise und Gemeinden
    – Personal- und Realkörperschaften wie Gemeindeverbände, Industrie- unb Handelskammern, Handwerkskammern, Berufskammern, Universitäten
    – einige Kirchen nach der Weimarer Verfassung
  • Anstalten des öffentlichen Rechts
    – bundesunmittelbare Anstalten wie das ZDF
    – landesunmittelbare Anstalten wie der SWR
    – kommunale Anstalten wie der aus der Gemeinde ausgegliederte Abwasserbetrieb
  • Stiftungen öffentlichen Rechts wie z.B. die Stiftung Preußischer Kulturbesitz

 

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie ist das mit dem Zugewinn beim Erben?

Wie ist das mit dem Zugewinn beim Erben? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby 1. Was ist der Zugewinn? Wenn die Ehegatten ohne Ehevertrag verheiratet sind, leben sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Wer also wegen eines Ehevertrages nicht beim Notar war und dort Gütertrennung oder Gütergemeinschaft vereinbart hat, lebt in der Zugewinngemeinschaft. Hier muss bei…

Wie ordnet man das Erbrecht im System der dinglichen Rechte ein?

Wie ordnet man das Erbrecht im System der dinglichen Rechte ein? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Wie ordnet man das Erbrecht im System der dinglichen Rechte ein? Als dingliche Rechte bezeichnet man Rechte, die gegenüber jedermann wirken.  Hierbei werden unterschieden: Sachenrechted.h. Recht an körperlichen Gegenständen, z.B. Eigentum, Nießbrauch, Pfandrecht Immaterielle Güterrechted.h. Rechte an unkörperlichen Gegenständen,…

Nachlasspflegschaft darf nicht vom Kostenvorschuss abhängen

Nachlasspflegschaft darf nicht vom Kostenvorschuss abhängen.  Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Nachlasspflegschaft darf nicht vom Kostenvorschuss abhängen Das OLG Hamm hat am 05.01.2010 – Az.: 15 W 383/09 – entschieden: Bei einem bedürftigen Nachlass kann die Anordnung der Nachlasspflegschaft nicht davon abhängig gemacht werden, dass der antragstellende Gläubiger die Gerichtskosten vorschießt. Bei einem bedürftigen Nachlass trägt…

Menü