Kann ein Zettel mit Andeutungen zur Erbfolge ein Testament sein?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Kann ein Zettel mit Andeutungen zur Erbfolge ein Testament sein?

Druckansicht öffnen 

[ 18.01.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Ein Mann, der ein großes Vermögen hatte schrieb kurz vor seinem Tod seiner Frau auf einen Notizzettel (7,5 x 10 cm)

„Liebe Anna, Gib diese Unterlagen nach meinem Tode an den Notar, damit der Erbschein für Dich ausgestellt werden kann.“

Die Frau dachte, sie sei Alleinerbin.

Dem war aber nach Auffassung des OlG München nicht so. 

Die auf einem Notizzettel eigenhändig geschriebene und unterschriebene Aufforderung, „anliegende“ Unterlagen dem Notar zu geben, „damit der Erbschein für Dich ausgestellt werden kann“, stellt mangels hinreichend sicher feststellbaren Testierwillens keine formwirksame letztwillige Verfügung dar.

OLG München, Beschluss vom 25.09.2008 – 31 Wx 42/08

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Gewillkürtes Betriebsvermögen

Druckansicht öffnen  [ 21.03.2012 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby   Begriff aus dem Einkommensteuerrecht. Gewillkürtes Betriebsvermögen sind Wirtschaftsgüter, die weder > notwendiges Privatvermögen noch > notwendiges Betriebsvermögen sind, weil der Betrieb auch ohne sie auskäme, die aber in einem gewissen objektiven Zusammenhang mit dem Betrieb stehen und durch Einlage (Ausweis in Buchführung und Bilanz)…

Erbanfallsteuer: Besteuert wird nicht der Nachlass, sondern die Bereicherung des jeweiligen Erben

Druckansicht öffnen  [ 26.06.2015 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby   V vererbt an seine Frau W und die drei Kinder K1 bis K3 eine Erbschaft von 1,7 Millionen Euro. Er hat W und K1 bis K3 zu je ¼ als Erben eingesetzt. Es wird kein steuerbegünstigtes Vermögen vererbt, sondern allein Geldvermögen im weitesten Sinne….

Wie werden Mietimmobilien bei der Erbschaft besteuert?

Im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht werden Mietimmobilien durch einen Befreiungsabschlag von 10 Prozent privilegiert. Beispiel: Eine fremdvermietete Eigentumswohnung mit einem Grundbesitzwert von 200.000 Euro ist somit nur zu 90 %, also 180.000 Euro bei der Ermittlung der Erbschaftsteuer anzusetzen. Damit soll die Schaffung von Wohnraum gefördert und privilegiert werden. Privilegiert sind die Erwerber von  zu Wohnzwecken…

Menü