„Kann mich meine Familie einfach für dement erklären?“ …

„Kann mich meine Familie einfach für dement erklären?“ …

fragte heute die BILD-Zeitung. Nein, so einfach geht das nicht. Zwar kann jede x-beliebige Person, dem Betreuungsgericht melden, dass ein Mensch nach ihrer Einschätzung nicht mehr für sich selber sorgen kann und eine Betreuung braucht. Dann tritt das Betreuungsgericht auf den Plan. Der Betreuungsrichter meldet sich beim Betroffenen, spricht mit ihm und versucht herauszufinden, ob eine rechtliche Betreuung notwendig ist. Je nachdem ordnet er eine rechtliche Betreuung an oder nicht.

Eine Betreuung ist übrigens keine so schlechte Sache wie sie in der Öffentlichkeit oft dargestellt wird. Der Betreuer steht unter der Aufsicht des Betreuungsgerichts und muss jährlich Rechenschaft über seine Vermögensverwaltung ablegen. So verschwindet kein Geld in dunklen Kanälen, wie das bei Vorsorgebevollmächtigten oft der Fall ist. Auch hat der Betreuer die Hilfe und Unterstützung des Betreuungsgerichts. Der Bevollmächtigte ist bei der Vorsorgevollmacht alleingelassen und muss selber vor sich hin wursteln (oder anwaltlichen Rat einholen).

Will man eine bestimmte Person als Betreuer, schreibt man einfach kurz eine Betreuungsverfügung:

Betreuungsverfügung

Falls ich meine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst besorgen kann und deshalb eine rechtliche Betreuung notwendig wird, soll mein Sohn S, geb. am 9.6.60, wohnhaft Paradiesgasse 1, VS-Villingen mein Betreuuer sein. Ersatzweise setze ich meine Tochter T, geboren am 14.8.1974, wohnhaft Himmestraße 1, Radolfzell zu meiner Betreuerin ein.

Rottweil, den 17.5.2014

Erna Mutter

Will man keine Aufsicht durch das Betreuungsgericht errichtet man eine Vorsorgevollmacht, die auch ohne notarielle Beurkundung oder Beglaubigung wirksam ist. Sollen Grundstücke vom Bevollmächtigten verkauft werden können, ist eine Beglaubigung der Vorsorgevollmacht erforderlich. Die Vollmacht muss nicht teuer vom Notar beurkundet werden, sondern kann kostengünstig bei der Betreuungsbehörde beim Landratsamt für nur 10 Euro beglaubigt werden.

Wer niemanden hat, braucht sich nicht zu sorgen. Es gibt ehrenamtliche und berufliche Betreuer.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.deutsche-alzheimer.de

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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