Kann Miterbe Nachlassinsolvenz beantragen, wenn er drohende Zahlungsunfähigkeit nur an Eides Statt versichert?

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Kann Miterbe Nachlassinsolvenz beantragen, wenn er drohende Zahlungsunfähigkeit nur an Eides Statt versichert?

Druckansicht öffnen 

[ 30.03.2014 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Nein, eine bloße eidesstattliche Versicherung der drohenden Zahlungsunfähigkeit reicht beim Miterben nicht. Für den Insolvenantrag eines Miterben oder eines Nachlassgläubigers muss die drohende Zahlungsunfähigkeit des Nachlasses „glaubhaft gemacht“ werden.

Das bedeutet, dass der Miterbe darlegen und an Eides Statt versichern muss, welche fälligen Verbindlichkeiten vorliegen und welche weitern, noch nicht fälligen Zahlungsverflichtungen bestehen und dass dem Nachlass zukünftig (wahrscheinlich) keine ausreichenden Mittel zur Erfüllung dieser Verbindlichkeiten zur Verfügung stehen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Das badische Anerbenrecht von Wilhelm Heinzmann

Exzerpt aus Wilhelm Heinzmann, Das badische Anerbenrecht, 1933. Ich habe hier veröffentlicht, was mir aus rechtlicher Sicht, heute noch wichtig erscheint. Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht mit Büros in Rottweil, VS-Villingen. Radolfzell, Konstanz. Wilhelm Heinzmann, Das badische Anerbenrecht, 1933 S. 9: Baden war von jeher das Land des bäuerlichen Kleinbesitzes und Kleinbetriebes. Der Kleinbauer steht…

Scheidung und Testament bei Homo-Ehe

Scheidung und Testament bei Homo-Ehe. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Scheidung und Testament bei Homo-Ehe Wenn ein Ehemann seine Frau  als testamentarische Erbin eingesetzt hatte, wird diese letztwillige Verfügung in der Regel mit der Scheidung hinfällig. Dieser Grundsatz gilt nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Celle (Az.: 6 W 45/03) allerdings nicht für sogenannte Lebenspartner (Homo-Ehe)….

Tiere: Wie man Tiere im Testament bedenkt

  Erklärt von Rechtsanwalt Ruby, spezialisiert auf Erbrecht.   Tiere können nicht erben, weil sie nicht rechtsfähig sind. Sie können aus diesem Grund auch keine Vermächtnisse zu ihrer Versorgung geltend machen (wie auch?). Mann kann ein Tier also im Testament nur über eine sogenannte „Auflage“ versorgen, nach welcher der Erbe oder der Vermächtnisnehmer das Tier…

Menü