Keine Zeit für ein Testament?

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[ 21.08.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Der verwitwete Erblasser war immer sehr beschäftigt. Er hatte immer klipp und klar gesagt, dass seine drei Kinder A, B und C erben sollen und auch, wer was bekommen soll. Da er aber sehr beschäftigt war, kam er nicht dazu ein Testament zu errichten. Kind A, dass das elterliche Haus bekommen sollte, verlangt von seinen Geschwistern, dass ihm die Erbengemeinschaft das Haus überträgt. B und C lehnen ab. Kann A die Übertragung des Hauses verlangen?

Nein, das kann er nicht. Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolgte. Diese bestimmt, dass als Erben  nur dessen Abkömmlinge als Erben erster Ordnung in Betracht kommen (§1924 i. V.m. §1930 BGB). Geschwister des Erblassers können als Erben zweiter Ordnung nicht Erbe werden, wenn Kinder da sind. Die drei Kinder erben den gesamten Nachlass zu gleichen Teilen. A muss sich mit den Geschwistern wegen des Elternhauses einigen oder dessen Teilungsversteigerung beantragen, wenn er das Elternhaus will und versuchen es dann zu ersteigern. 

Das Nachlassgericht wird in diesem Fall einen Erbschein austellen, in dem A, B und C zu je 1/3 als Erben ausgewiesen sind. Mehr tut das Nachlassgericht nicht. Die Teilung müssen die Erben selber vornehmen. 

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