Krebs sieben Tage vor dem Tod begründet keine Testierunfähigkeit

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Krebs sieben Tage vor dem Tod allein begründet keine Testierunfähigkeit. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Krebs sieben Tage vor dem Tod begründet keine Testierunfähigkeit

Frage:

Unser Bruder ist kinderlos verstorben. Er hat in seinem Testament, das er sieben Tage vor seinem Tod beim Notar aufsetzen ließ, seine Lebensgefährtin als Alleinerbin eingesetzt und deren Tochter als Ersatzerbin. Er war hatte eine schwere Krebserkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Wir wollen seine Testierfähigkeit im Erbscheinverfahren überprüfen lassen. Geht das?

Antwort:

Nur wenn konkrete Anhaltspunkte zumindest Zweifel begründen, dass ihr Bruder den Inhalt und die Tragweite seines Testaments nicht mehr verstand, kann ein Gutachten verlangt werden. Allein der Umstand, dass ihr Bruder sein Testament im fortgeschrittenen Stadium einer Krebserkrankung und sieben Tage vor seinem Tod errichtet hat, reicht hierfür nicht aus.

Tipp:

Lesen Sie OLG Bamberg vom 18. Juni 2012, 6 W 20/12 in  NJW-RR 2012, 1289

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