Nachlassforderungen kann jeder Miterbe für die Erbengemeinschaft geltend machen

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

ist eine Forderung, die dem Nachlass zusteht. Hatte z.B. der Erblasser ein Buch bestellt und bezahlt, ist er aber vor der Lieferung des Buches gestorben, so steht die Forderung auf Lieferung des Buches den Erben zu und ist eine Nachlassforderung. Nachlassforderungen werden grundsätzlich von den Erben gemeinsam geltend gemacht, da sie ihnen gemeinsam zustehen. Allerdings kann ein einzelner Erbe, die Nachlassforderung alleine geltend machen, wenn er Leistung an die Erbengemeinschaft (nicht an sich selber) verlangt.

§ 2039 BGB Nachlassforderungen
   Gehört ein Anspruch zum Nachlass, so kann der Verpflichtete nur an alle Erben gemeinschaftlich leisten und jeder Miterbe nur die Leistung an alle Erben fordern. Jeder Miterbe kann verlangen, dass der Verpflichtete die zu leistende Sache für alle Erben hinterlegt oder, wenn sie sich nicht zur Hinterlegung eignet, an einen gerichtlich zu bestellenden Verwahrer abliefert.

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