Nachlassinsolvenz: Was bedeutet „Zahlungsunfähigkeit“ oder „drohende Zahlungsunfähigkeit“?

Druckansicht öffnen 

[ 24.03.2014 ]

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

  • Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn die fälligen Zahlungspflichten aus den im Nachlass vorhandenen flüssigen Mitteln nicht mehr zu erfüllen sind. Das sonstige illiquide Vermögen hat bei dieser Bewertung außer Betracht zu bleiben.
  • Abzugrenzen ist die Zahlungsunfähigkeit aber von der vorübergehenden Zahlungsstockung, die dann vorliegt, wenn dem Nachlass vorübergehend liquide Mittel fehlen, die Erben sich diese aber kurzfristig wieder für den Nachlass beschaffen können, z.B. durch Aufnahme neuer Bankkredite. Liegt eine Liquiditätslücke von mindestens 10 % vor und kann diese nicht binnen drei Wochen beseitigt werden, ist die Grenze zur Zahlungsunfähigkeit überschritten.
  • Bei der Frage, ob drohende Zahlungsunfähigkeit vorliegt, sind neben den fälligen Verbindlichkeiten auch die noch nicht fälligen, aber absehbaren Vebindlichkeiten des Nachlasses zu berücksichtigen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü
Die mobile Version verlassen