Nachlassplanung für individuelle Lebenssituationen

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Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Für die richtige Nachlassplanung gibt es kein Patentrezept. Jeder Fall liegt anders. Praktisch haben Sie mehrere Möglichkeiten, Ihr Vermögen bzw. einzelne Vermögensteile zu übertragen. Grundlage für die richtige Entscheidung sind immer Ihre jeweiligen individuellen Lebensumstände und Ihre persönlichen Wünsche. Gleichwohl können für typische Vermögens- und Familienverhältnisse gängige Lösungen aufgezeigt, bewertet und Gestaltungsmodelle vorgestellt werden.

1. Versorgung des Ehegatten 
Die Versorgung des überlebenden Ehegatten dürfte in den meisten Fällen von vorrangigem Interesse sein. Sie kann durch Vermögensübertragung zu Lebzeiten oder im Wege des Erbrechts erfolgen.

Beachten Sie: Bei kinderlosen Ehepaaren wird der überlebende Ehepartner nach dem Gesetz nicht Alleinerbe. Hierzu braucht es zwingend eines Testaments

1.1 Versorgung des Ehegatten zu Lebzeiten
Unter Umständen, so beispielsweise aus erbschaftssteuerlichen Gründen, kann es sinnvoll sein, schon zu Lebzeiten Vermögenswerte auf den Ehegatten zu übertragen.

1.2 Versorgung des Ehegatten durch Berliner Testament
Im Regelfall wird von Eheleuten gewünscht, dass zunächst der überlebende Ehegatte alles erben soll und erst nach dessen Tod die gemeinsamen Kinder.

1.3 Versorgung des Ehegatten durch Vor- und Nacherbfolge
Wenn der überlebende Ehegatte von den Erträgen des Nachlasses leben kann, kann die Anordnung der Vor- und Nacherbfolge sinnvoll sein.

1.4 Versorgung des Ehegatten durch Vermächtnis
Unter Umständen können Sie mit einem Vermächtnis die Lebensumstände Ihres Ehegatten besser absichern, als dies durch das gesetzliche Erbrecht möglich ist.

1.5 Verfügungen getrennt lebender Eheleute
Erbrechtlich ist es ohne Bedeutung, wenn die Eheleute getrennt leben.

1.6 Verfügungen geschiedener Eheleute
Wenn Sie geschieden sind, müssen Sie beachten, dass Ihr früherer Ehegatte wieder indirekt an Ihrem Nachlass partizipiert, wenn er ein gemeinschaftliches Kind beerbt oder Pflichtteilsansprüche erwirbt.

2. Erbrechtliche Versorgung von Kindern

2.1 Erwachsene Kinder
Sie müssen insbesondere entscheiden, wem, Ihrem Ehegatten oder Ihren Kindern, Sie Priorität bei der Versorgung einräumen, und ob Sie einzelne Kinder bevorzugen oder sogar enterben wollen.

2.2 Erbrechtliche Versorgung minderjähriger Kinder
Bei der Vermögensübertragung auf minderjährige Kinder müssen Sie einige Besonderheiten beachten.

2.3 Versorgung nichtehelicher oder adoptierter Kinder
Sie müssen beachten, dass sowohl einem nichtehelichen als auch einem adoptierten Kind ein gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht zusteht.

2.4 Versorgung behinderter oder pflegebedürftiger Kinder
Für behinderte oder pflegebedürftige Kinder sollten Sie besondere Vorsorge treffen, z.B. durch ein Behindertentestament, auf das wir spezialisiert sind.

3. Erbrechtliche Versorgung des nichtehelichen Lebensgefährten
Sie müssen beachten, dass Ihrem nichtehelichen Lebenspartner kein gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht zusteht.

4. Versorgung verschuldeter Personen
Bei der Vermögensübertragung auf verschuldete Personen müssen Sie berücksichtigen, dass deren Gläubiger auf das Vermögen zugreifen können.

5. Verfügungen einer allein stehenden Person
Wenn Sie nicht verheiratet sind und keine Kinder haben, gilt gesetzliche Erbfolge, wenn Sie kein Testament errichtet haben.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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