Österreichisches Erbrecht: Ähnlich und doch ganz anders

  1. Startseite
  2. O
  3. Österreichisches Erbrecht: Ähnlich und doch ganz anders

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Achtung: Hier wird die Rechtslage vor dem 17.8.2015 wiedergegeben

Gilt österreichisches oder deutsches Erbrecht?

Sowohl für österreichische wie deutsche Gerichte gilt:

  • Beim Tod eines Deutschen gilt deutsches Erbrecht
  • Beim Tod eines Österreichers gilt österreichisches Erbrecht.

Hatte der Erblasser die doppelte, also sowohl die deutsche als auch die österreichische Staatsbürgerschaft, wendet der deutsche Richter deutsches Erbrecht und sein österreichischer Kollege österreichisches Erbrecht an. Dies wird beim Erbrecht von Eheleuten wichtig, das der überlebende Ehegatte nach deutschem Erbrecht meist 1/2 erbt und nach österreischischem Erbrecht nur 1/3.

In der Praxis kann es dann so sein, dass Kinder und Witwe(r) um die Höhe der Erbquoten streiten. Die Kinder werden versuchen vor den österreichischen Gerichten zu prozessieren (2/3 für die Kinder 173 für die Witwe), die Witwe vor den deutschen Gerichten (1/2 für die Mutter und 1/2 für die Kinder).

Tipp: Wer ein Testament errichtet, ist hier auf der sicheren Seite

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Zehn Gründe, warum im Erbrecht so gestritten wird: Grund 7

Warum im Erbrecht so gestritten wird. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Warum im Erbrecht so gestritten wird Grund 7: Pflichtteilsergänzung Der Pflichtteil kann auch für Schenkungen verlangt werden, die der Verstorbene in den letzten zehn Jahren vor seinem Tod gemacht hat. Das sind die sogenannten Pflichtteilsergänzungsansprüche. In bestimmten Fällen kann die Schenkung sogar länger zurückliegen….

Testamentsvollstreckung an Gesellschaftsanteil

Es gibt Nachlassgegenstände, die ein Testamentsvollstrecker aus Rechtsgründen nicht verwalten kann. Ob dazu auch ein Handelsgeschäft gehört war bis in die 1950er Jahre hinein streitig. Der Bundesgerichtshof hat dann 1954 festgestellt, dass ein vom Erblasser betriebenes Handelsgeschäft nicht zu den Nachlassgegenständen gerechnet werden kann, die der Testamentsvollstrecker nicht verwalten darf. Zu beachten ist dabei, dass…

Nur der Erbverzicht muss notariell beurkundet werden

Erbverzicht als abstraktes erbrechtliches Verfügungsgeschäft muss notariell beurkundet werden. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Erbverzicht muss notariell beurkundet werden Frage: Ich werde von einer GmbH & Co.KG verklagt. Hinter der Klage steckt mein Bruder, der  Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Komplementär-GmbH ist. Unser Vater hielt Kommanditanteile an dieser KG und hatte der KG ein Darlehen von 60.000 Euro gewährt….

Menü