Wie erkennt man, ob ein Anwalt Erfahrung im Erbrecht hat?

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Wer als Anwalt ständig mit Erbrecht befasst ist, kennt die Abläufe beim Erbscheinsverfahren, beim Amtsgericht als Nachlassgericht,  bei der Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen in der Regel vor dem Landgericht oder bei der Erbschaftsteuererklärung gegenüber dem Finanzamt mit vorheriger Grundbesitzbewertung aus dem Effeff. Wer hier erst einmal lange „prüfen“ muss, hat hier keine praktische Erfahrung.

Die beste Empfehlung

ist immer noch der Rat von Bekannten oder Freunden, die selber einmal einen Erbstreit hatten und dabei von einem Anwalt erfolgreich vertreten wurden. Daneben gibt es die Empfehlungsliste des Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“, das jährlich die Top-Anwälte für Erbrecht auflistet. Sicherlich fehlt mancher gute Anwalt auf dieser Liste, aber die dort aufgelisteten Anwälte sind in der Regel eine gute Wahl. 

Homepage

Auch die Homepage der Anwaltskanzlei gibt Auskunft. Wer nur mit seiner Tätigkeit im Erbrecht und Erbschaftsteuerrecht wirbt, wird auch nur auf diesen Gebieten als Spezialist arbeiten. Wer daneben noch Familienrecht macht schon deutlich weniger. Wer gar zwei oder mehr Rechtsgebiete (z.B. Arbeitsrecht, Versicherungsrecht, Verkehrsrecht) neben Erbrecht anbietet, ist in der Regel nicht überwiegend im Erbrecht tätig. 

Fachanwalt

Auf jeden Fall sollte ihr Anwalt den Fachanwaltstitel „Fachanwalt für Erbrecht“ haben. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Es gibt einige wenige ältere erfahrene Kollegen im Erbrecht, die keinen Wert auf diesen Titel legen. Ausnahme kann auch ein Anwalt ohne Fachanwaltstitel sein, der in einer Spezialkanzlei für Erbrecht arbeitet. Während manche Anwälte Jahre brauchen um hier die 120 Fälle für den Fachanwaltstitel zusammenzubringen, bearbeitet diese Fallzahl ein Anwalt in einer Spezialkanzlei in drei bis sechs Monaten. 

Kein Erbrecht ohne Erbschaftsteuer

Ein verräterischer Hinweis ist, wenn auf seiner Homepage entweder das Wort „Erbschaftsteuer“ überhaupt nicht auftaucht oder wenn Sie es mit zwei s geschrieben sehen, also „Erbschaftssteuer“. Das zeigt, dass er nicht ständig mit dem wichtigsten erbrechtlichen Steuergesetz arbeitet, denn das heißt: „Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz“. Alle Fachleute im Erbrecht arbeiten ständig mit diesem Gesetz und schreiben Erbschaftsteuer – in der Regel – richtig. Allerdings erlaubt der Duden mittlerweile auch die Schreibweise mit zwei s. 

 Erbrechtskanzlei RUBY –  Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland –  Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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