Persönliche Steuerpflicht: Beschänkt kann sie gut, aber auch schlecht sein

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[ 13.10.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Bei der Erbschaftsteuer unterscheidet man bei der persönlichen Steuerpflicht drei Arten:

  • Lebt der Erblasser / Schenker oder Erbe / Beschenkte in Deutschland ist er > unbeschränkt steuerpflichtig und das gesamte Weltvermögen des Erblassers / Schenkers unterliegt der Erbschaft-/Schenkungsteuer (§ 2 Abs. 1 Nr. 1, 2 ErbStG), diese unbeschränkte Steuerpflicht wird auf solche Personen erweitert, die noch keine fünf Jahre lang ins Ausland verzogen sind.
  • Sind sowohl der Erblasser / Schenker als auch der Erbe / Beschenkte Nicht-Inländer besteht eine nur > beschränkte Steuerpflicht, bei der das sog. Inlandsvermögen nach § 121 Bew der Erbschaft- / Schenkungsteuer unterliegt (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG). Geld ist zum Beispiel steuerfrei. Andererseits hat man als beschränkt Steuerpflichtiger nur einen Freibetrag von 2.000 Euro. EU-Ausländer können aber auf Antrag zur unbeschränkten Steuerpflicht mit den höheren Freibeträgen überwechseln.
  • Wird der Wohnsitz in Land verlegt, die als Steueroase gilt, weil dort die Erbschaftsteuer unterhalb von 30 Prozent der deutschen Erbschaftsteuer liegt, dann gilt für einen Zeitraum vom sechsten bis zum Ablauf des zehnten Jahres eine > erweiterte beschränkte Steuerpflicht, die sich auf ein gegenüber § 121 BewG erweitertes > Inlandsvermögen erstreckt (§ 4 AStG).

 

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