Pflichtteil: Immer und höchstens 50 Prozent des Nachlasses

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Pflichtteil: Immer und höchstens 50 Prozent des Nachlasses

Druckansicht öffnen 

[ 22.07.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Das gilt für jeden Pflichtteilsberechtigten. Für Kinder, Ehegatte oder Eltern ist, falls sie ihren Pflichtteil geltend machen, also immer zuerst der gesetzliche Erbteil zu ermitteln und dann durch zwei zu teilen. Es gibt also nicht – wie in anderen Ländern – unterschiedliche Bruchteile für die unterschiedlichen Pflichtteilsberechtigten. Der Pflichtteil beträgt für jeden Pflichtteilsberechtigten die Hälfte seines „normalen“ gesetzlichen Erbteils. 

Daraus ergibt sich auch, dass – wenn alle Pflichtteilsberechtigten ihren Pflichtteil geltend machen – die Pflichtteilslast nie mehr als 50 % des Nachlasswertes betragen kann. 

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Pflichtteilsentzug: Kann ich mich dagegen wehren?

  Eine Pflichtteilentziehung ist nur aus schwerwiegenden Gründen möglich. Zum Beispiel wenn ein Kind dem Elternteil, dessen Ehegatten oder einem Geschwister nach dem Leben trachtet Bei körperlichen Misshandlungen des Erblassers oder dessen Ehegatten, wobei eine einmalig Entgleisung nicht ausreicht. Bei Straftaten mit Freiheitsstrafen ab einem Jahr ohne Bewährung. Bei Verletzung der Unterhaltspflicht gegen den Erblasser….

Teilung des Nachlasses

  Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby   Teilung ist (nur) der Teil der Auseinandersetzung unter den Erben, mit dem die Erbengemeinschaft aufgelöst und der Nachlass geteilt wird. Mit der Teilung endet die gesamthänderische Berechtigung der Miterben an den einzelnen Nachlassgegenständen. An ihre Stelle tritt die Alleinberechtigung der Miterben an den ihnen zugewiesenen Nachlassgegenständen. Nachdem die…

Sind Verfügungen im Berliner Testament nach Tod des Ehemanns widerrufbar?

Widerruf von Verfügungen im Berliner Testament nach Tod des Ehepartners? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Können die im Ehegattentestament getroffenen Verfügungen nach dem Tod des einen vom anderen Ehegatten widerrufen werden? Nein, das geht nur in Ausnahefällen. Das Recht zum Widerruf erlischt mit dem Tode des erstverstorbenen Ehegatten. Der Überlebende kann aber seine eigenen Verfügungen…

Menü