Pflichtteilsergänzung: Wann beginnen die zehn Jahre für die Abschmelzung bei Schenkungen zu laufen?

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Sind zehn Jahre seit einer Schenkung vergangen, spielt sie für das Pflichtteilsrecht in der Regel keine Rolle mehr. Ausgenommen sind Schenkungen an den Ehegatten und Schenkungen unter Vorbehalt eines Nutzungsrechts. Hier beginnt die Zehnjahresfrist erst mit dem Ende der Ehe oder dem Ende des Nutzungsrechts zu laufen.

Maßgeblich für den Beginn des 10-Jahres-Zeitraums ist grundsätzlich die Leistung des geschenkten Gegenstands. Bei einer Grundstücksschenkung ist nach dem Bundesgerichtshof die Umschreibung im Grundbuch der ausschlaggebende Zeitpunkt.

Innerhalb des Zehnjahreszeitraums schmilzt der Pflichtteilsanspruch für jedes volle Jahr, das seit der Schenkung vergangen ist, um 10 Prozent ab. Nicht vergessen werden darf, dass der Wert der Schenkung für die Zeit seit der Schenkung und dem Todestag um den Kaufkraftschwund zu bereinigen, also hochzuindexieren ist.

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