Erbschaftsteuer: Prozesszinsen als Nachlassregulierungskosten

  1. Startseite
  2. Tipps & Tricks
  3. Erbschaftsteuer: Prozesszinsen als Nachlassregulierungskosten

Prozesszinsen an Pflichtteilsberechtigten als Nachlassregulierungskosten. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Erbschaftsteuer: Prozesszinsen als Nachlassregulierungskosten

Nach einem Urteil des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz vom 16.05.2013, Az. 4 K 2215/11 zählen Prozesszinsen, die der Erbe an den Pflichtteilsberechtigten zahlen muss, zu den abzugsfähigen gerichtlichen Nachlassregulierungskosten. Im Rahmen der Erbschaftsteuer sind Aufwendungen, die dem Erben unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses entstehen, als Nachlassverbindlichkeiten gemäß § 10 Abs. 5 Erbschaftsteuergesetz abzugsfähig. Dabei ist der Begriff „Kosten der Regelung des Nachlasses“ weit auszulegen. Er umfasst auch die Aufwendungen für die gerichtliche Nachlassregelung. Hiernach zählen auch die Prozesszinsen, die der Kläger als Erbe an den Pflichtteilsberechtigten zahlen muss, zu den gerichtlichen Nachlassregulierungskosten. Die Entscheidung ist von besonderer Bedeutung für diejenigen Erben, die Erbschaftsteuer zahlen müssen, beispielsweise insbesondere eine alleinerbende Lebensgefährtin des Erblassers, die dessen Kindern deren Pflichtteile inklusive Prozesszinsen zahlen muss.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505


Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1 Stunde in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist eigentlich eine „Einantwortung“?

Was ist eigentlich eine „Einantwortung“?

Muss ich als Vorerbe bei der Geldanlage etwas beachten?

Muss ich als Vorerbe bei der Geldanlage etwas beachten?

Vorempfang: Schenkungen zu Lebzeiten sind manchmal auszugleichen

Vorempfang: Schenkungen zu Lebzeiten sind manchmal auszugleichen

Menü