Das Vorausvermächtnis

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Vorausvermächtnis, erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Villingen – Rottweil – Radolfzell

1. Was versteht man unter einem Vorausvermächtnis?

Das einem Erben selbst zugewandte Vermächtnis. Es kann im Voraus also vor der Erbteilung verlangt und erfüllt werden.

2. Was ist der Vorteil eines Vorausvermächtnisses ?

Das Vorausvermächtnis hat mehrere Vorteile. Zum Bespiel muss der mit einem Vorausvermächtnis bedachte nicht warten, bis der gesamte Nachlass teilungsreif ist. Das kann sehr lange dauern. Ein Vorausvermächtnis kann sofort nach dem Erbfall verlangt werden, z.B. wenn einem Kind ein Grundstück als Vorausvermächtnis zugewendet wird. Bei einer Teilungsanordnung müsste der Erbe bis zum Ende der Erbteilung warten.

Das Vorausvermächtnis ist zudem ohne Ausgleichszahlungen zu erfüllen. Wendet man z.B. zwei Kindern im Wege der Teilungsanordnung zwei verschiedene Häuser zu, so kann dies zum Erbenstreit führen. Ist ein Haus mehr wert als das andere, kann der andere Erbe bei der Teilungsanordnung einen Ausgleich verlangen. Bei einem Vorausvermächtnis ist das nicht der Fall.

§ 2150 BGB Vorausvermächtnis
   Das einem Erben zugewendete Vermächtnis (Vorausvermächtnis) gilt als Vermächtnis auch insoweit, als der Erbe selbst beschwert ist.

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