BGB § 2194 Anspruch auf Vollziehung einer Auflage

  1. Startseite
  2. R
  3. BGB § 2194 Anspruch auf Vollziehung einer Auflage

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

1. Was ist eine Auflage?

Die Verpflichtung des Erben oder Vermächtnisnehmers durch den Erblasser mittels Testament zu einer Leistung, ohne einem anderen ein Recht auf die Leistung an sich selbst zuzuwenden.

2. Wer kann die Vollziehung der Auflage verlangen?

Die Vollziehun der Auflage kann nicht der Auflagenbegünstige verlangen (sonst wäre es ein Vermächtnis), sondern

  • der etwa bestellte Testamentsvollstrecker
  • der Erbe oder Miterbe
  • derjenige, dem der Segfall des mit der Auflage Beschwerten unmittelbar zustatten kommen würde, z.B. der Ersatzerbe gegenüber dem Testamentserben
  • die Behörde, falls die Vollziehung im öffentlichen Interesse liegt.

§ 1940 BGB Auflage
   Der Erblasser kann durch Testament den Erben oder einen Vermächtnisnehmer zu einer Leistung verpflichten, ohne einem anderen ein Recht auf die Leistung zuzuwenden (Auflage).

§ 2194 BGB Anspruch auf Vollziehung
   Die Vollziehung einer Auflage können der Erbe, der Miterbe und derjenige verlangen, welchem der Wegfall des mit der Auflage zunächst Beschwerten unmittelbar zustatten kommen würde. Liegt die Vollziehung im öffentlichen Interesse, so kann auch die zuständige Behörde die Vollziehung verlangen.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Erbschaftsteuer für das Ferienhaus von Deutschen in Frankreich

Zwischen Deutschland und Frankreich besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zur Erbschaftsteuer. Damit soll eine doppelte Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen, nämlich in Frankreich und in Deutschland durch beide Länder vermieden werden. Viele Deutsche haben z.B. in der Provence Ferienhäuser erworben. Ausgangslage in Frankreich Eine Erbschaft- und Schenkungssteuer gibt es in Frankreich genauso wie in Deutschland. Die…

Ertragsteuerfolgen der Erbengemeinschaft (BMF-Schreiben vom 14.3.2006)

Druckansicht öffnen  [ 28.04.2010 ] Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby BMF Schreiben vom 14. 3. 2006 IV B 2 – S 2242 – 7/06 Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt zur ertragsteuerlichen Behandlung der Erbengemeinschaft und ihrer Auseinandersetzung auf der Grundlage des BFH-Beschlusses vom 5. 7. 1990 (BStBl II 1990, 837, DStR…

Teilunwirksamkeit lässt Testament im übrigen bestehen

  Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby Ist in einem Testament eine von mehreren Verfügungen unwirskam, so bleibt im Zweifel das Testament hinsichtlich der anderen Verfügungen wirksam. Wer auch die Unwirksamkeit der anderen Verfügungen behauptet, muss dies beweisen (§ 2085 BGB). Dies ist eine spezielle erbrechtliche Regelung, die im Gegensatz zum allgemeinen Grundsatz des § 139 BGB…

Menü