BGB § 2206 Verbindlichkeiten durch Testamentsvollstrecker

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Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

1. Inwiefern ist der Testamentsvollstrecker in der Eingehung von Verbindlichkeiten für den Nachlass beschränkt?

Er ist zur Eingehung von Verbindlichkeiten nur befugt:

  • soweit die Eingehung zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich ist und
  • soweit die Verbindlichkeit ihn zu einer Verfügung über den Nachlass verpflichten soll, wenn er zu der Verfügung selbst berechtigt ist. Beispiel: Wer das Haus des Erblassers auflassen darf, darf es auch verkaufen.

§ 2206 BGB Eingehung von Verbindlichkeiten
   (1) Der Testamentsvollstrecker ist berechtigt, Verbindlichkeiten für den Nachlass einzugehen, soweit die Eingehung zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich ist. Die Verbindlichkeit zu einer Verfügung über einen Nachlassgegenstand kann der Testamentsvollstrecker für den Nachlass auch dann eingehen, wenn er zu der Verfügung berechtigt ist.
   (2) Der Erbe ist verpflichtet, zur Eingehung solcher Verbindlichkeiten seine Einwilligung zu erteilen, unbeschadet des Rechts, die Beschränkung seiner Haftung für die Nachlassverbindlichkeiten geltend zu machen.

 

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