BGB § 2247 Eigenhändiges Testament

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

§ 2247 BGB Eigenhändiges Testament


   (1) Der Erblasser kann ein Testament durch eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung errichten.
   (2) Der Erblasser soll in der Erklärung angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Orte er sie niedergeschrieben hat.
   (3) Die Unterschrift soll den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten. Unterschreibt der Erblasser in anderer Weise und reicht diese Unterzeichnung zur Feststellung der Urheberschaft des Erblassers und der Ernstlichkeit seiner Erklärung aus, so steht eine solche Unterzeichnung der Gültigkeit des Testaments nicht entgegen
   (4) Wer minderjährig ist oder Geschriebenes nicht zu lesen vermag, kann ein Testament nicht nach obigen Vorschriften errichten.
   (5) Enthält ein nach Absatz 1 errichtetes Testament keine Angabe über die Zeit der Errichtung und ergeben sich hieraus Zweifel über seine Gültigkeit, so ist das Testament nur dann als gültig anzusehen, wenn sich die notwendigen Feststellungen über die Zeit der Errichtung anderweit treffen lassen. Dasselbe gilt entsprechend für ein Testament, das keine Angabe über den Ort der Errichtung enthält.

1. Wer kann ein eigenhändiges Testament nicht errichten?

  • Minderjährige
  • Personen, die Geschriebenes nicht lesen können, also weder Blinde noch Analphabeten

Taube und Stumme können ohne Probleme ein eigenhändiges Testament errichten (schreiben und unterschreiben), 2. Worin besteht ein eigenhändiges Testament?
Aus einer von dem Erblasser unter Angabe des Ortes und Tages eigenhändig geschriebenen und unerschriebenen Erklärung. 

 

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