ROK BGB § 2318 Pflichtteilslast bei Vermächtnissen und Auflagen

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

§ 2318 BGB Pflichtteilslast bei Vermächtnissen und Auflagen

  (1) Der Erblasser kann die Erfüllung eines ihm auferlegten Vermächtnisses soweit verweigern, dass die Pflichtteilslast von ihm und dem Vermächtnisnehmer verhältnismäßig getragen wird. Das Gleiche gilt für eine Auflage.

  (2) Einem pflichtteilsberechtigten Vermächtnisnehmer gegenüber ist die Kürzung nur soweit zulässig, dass ihm der Pflichtteil verbleibt.

  (3) Ist der Erbe selbst pflichtteilsberechtigt, so kann er wegen der Pflichtteilslast das Vermächtnis und die Auflage soweit kürzen, dass ihm sein eigener Pflichtteil verbleibt.

1. Beispiel zu Abs. 1
E ist verwitwt und hat zwei Kinder A und B. Er setzt A zum Alleinerben ein und setzt zugunsten von C ein Vermächtnis über 10.000 Euro aus. Der Nachlass besitzt einen Wert von 100.000 Euro. Der Pflichtteil von B beträgt 25.000 Euro. Von der Pflichtteilslast muss der C 1/10 tragen, also 2.500 Euro.

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