Rücknahme eines Testamentes aus der amtlichen Verwahrung

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Rücknahme eines Testamentes aus der amtlichen Verwahrung. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Rücknahme eines Testamentes aus der amtlichen Verwahrung

Die Rücknahme eines Testaments aus der amtlichen Verwahrung hat unterschiedliche Rechtsfolgen, je nachdem ob es sich um ein privates oder notarielles Testament handelt.

PRIVATSCHRIFTLICHES TESTAMENT

Zu beachten ist, dass ein privatschriftliches Testament, welches zur Aufbewahrung in die besondere amtliche Verwahrung beim Nachlassgericht gegeben wurde, mit der Rücknahme aus der Verwahrung nicht „automatisch“ erlischt.

Wenn ein privatschriftliches Testament nicht mehr gültig sein soll, also „zurückgenommen“ werden soll, ist es zu vernichten oder durch ein späteres Testament zu widerrufen.

NOTARIELLES TESTAMENT

Ein notarielles Testament muss vom Notar grundsätzlich in die besondere amtliche Verwahrung beim Nachlassgericht gegeben werden.

Wird dieses vom Erblasser, bei gemeinschaftlichen Testamenten von beiden Eheleuten oder Lebenspartnern, aus der amtlichen Verwahrung zurückgenommen, gilt das notarielle Testament automatisch als widerrufen.

Wer hiernach vermeiden will, dass nach seinem Ableben die gesetzliche Erbfolge eintritt, muss auf jeden Fall ein neues Testament errichten.

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