Änderungen auf einer Testamentskopie als Verfügung von Todes wegen?

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Änderungen auf einer Testamentskopie als Verfügung von Todes wegen?. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Änderungen auf einer Testamentskopie als Verfügung von Todes wegen?

Es kommt vor, dass der Erblasser das Originaltestament hinterlegt oder dem Erben gegeben hat und selbst nur noch eine Testamentskopie besitzt. Legt der Erblasser später auf der Testamentskopie handschriftlich Änderungen hinsichtlich der Erben neu fest, erklärt handschriftlich als „Testamentsänderung“ und unterschreibt diese auch, stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit dieser Änderungen.

Nach dem OLG München ist eine solche Änderung wirksam:

Ein formwirksames Testament kann auch dadurch hergestellt werden, dass der Testierende die Fotokopie eines von ihm eigenhändig geschriebenen und unterschriebenen Testaments eigenhändig ändert, wenn der im vorhandenen Original und auf dessen Kopie niedergelegte Text ein einheitliches Ganzes bildet. Unter dieser Voraussetzung können auch Änderungen in Form von eigenhändigen Durchstreichungen des fotokopierten Textes Teil eines formwirksamen Testaments sein.

OLG München, Beschluss vom 25.10.2005 – 31 Wx 072/05

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